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Der Vorsitzende des Auetaler Gewerbevereins fordert: Es muss gegengesteuert werden

Politesse nur für das Gewerbegebiet

REHREN. Der Vorsitzende des Auetaler Gewerbevereins, Bastian Kautscha, spricht sich für die Anstellung einer Politesse aus, die allerdings nur im Gewerbegebiet tätig werden sollte. Denn insbesondere dort ist der anfallende Müll durch parkende Lkw ein großes Ärgernis.

veröffentlicht am 11.10.2018 um 17:54 Uhr

Ein großes Ärgernis ist der Müll im Gewerbegebiet. In manchen Bereichen sieht es aus, als habe auch der eine oder andere Lastwagenfahrer seinen Abfall entsorgt. Foto: rnk
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Frank Westermann Redakteur zur Autorenseite
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REHREN. Die Lastwagen im Gewerbegebiet und der dort anfallende Müll, sagt Bastian Kautscha, „das sind gravierende Probleme“. Der Vorsitzende des Auetaler Gewerbevereins spricht sich für eine Anstellung einer Politesse aus, die allerdings nur im Gewerbegebiet tätig werden sollte. Schließlich, sagt der Gerüstbauer, dessen Firma sich ebenfalls im Gewerbegebiet befindet, „haben wir die Probleme nicht im Ortskern“, so Kautscha. „Es ist ja nicht der Marktplatz, der zugeparkt wird.“

Auf der Autobahn sind die Parkplätze für Lastwagen voll, am späten Nachmittag verlassen die Brummi-Fahrer die A 2 und suchen nach einem nächtlichen Stellplatz. Sie finden ihn im Gewerbegebiet, das von der A 2 ja auch gut zu sehen ist. Und hinterlassen Müll. Viel Müll. So viel Müll, dass die Gemeinde für 30 000 Euro Kosten jemanden einstellen wird, der sich überwiegend um die Hinterlassenschaften kümmern soll.

Kautscha kann mehr als eine Geschichte darüber erzählen, was die Fahrer aus den fernen und nahen Ländern morgens hinterlassen. „Und dieser Zustand ist nicht länger tragbar, wir müssen gegensteuern.“

Bastian Kautscha. . Foto: rnk
  • Bastian Kautscha. . Foto: rnk

Sofort umsetzbare Lösungen kann auch Kautscha nicht aus dem berühmten Hut zaubern, sofortige Entlastung würde ja nur der Kauf der großen Fläche am Rande des Gewerbegebietes in Richtung Escher bringen: Rund 35 000 Quadratmeter, dort könnte dann geparkt werden. Doch der Besitzer wolle nur zu einem Preis verkaufen, den das Auetal nicht stemmen könne, habe der Bürgermeister versichert.

Eine Politesse für das Gewerbegebiet, das ist ein schwieriges Thema, das weiß auch Kautscha. Schließlich kann sich in Rehren noch jeder Gewerbetreibende daran erinnern, dass vor gar nicht mal so vielen Jahren eine Politesse aus Rinteln für Rehren abgestellt wurde. Und kurzerhand auch dort Verkehrsverstöße aufschrieb, wo es Kunden der örtlichen Händler traf, die – beispielsweise – falsch parkten. Aber die Gewerbetreibenden in Rehren würden ja auch ordentlich Steuern zahlen, sagt er: „Daher dürfen wir nicht länger weggucken.“

Also: Nur für das Gewerbegebiet und die Straßen, die ebenfalls stark betroffen sind, also Schulstraße oder Rehrener Straße, wo ebenfalls Lastwagen abgestellt werden, sei eine Politesse nötig. Tagsüber, sagt der Vorsitzende des Gewerbevereins, brauche sie nicht im Gewerbegebiet vorbeischauen, tagsüber sei dort alles in Ordnung. „Morgens um 6.30 Uhr“, sagt Kautscha, „stehen sie noch da. Um 7 Uhr fahren die ersten los, um 9 Uhr sind alle Lastwagen weg. Dann ist keiner mehr da, da muss die Politesse nicht kommen.“ An der Rehrener Straße und an der Schulstraße, fährt Kautscha fort, würden ja auch Schulkinder oder ältere Menschen durch den zunehmenden Lkw-Verkehr oder dort parkende Lastwagen gefährdet. Gerade in der dunkeln Jahreszeit oder wenn es trübe und neblig sei, drohe Gefahr. Es müsse nun wirklich nicht erst ein Unfall passieren, damit alle wach werden, meint er. „Was oft vergessen wird“, sagt Kautscha, „ist, dass das Gewerbegebiet ein Mischgebiet ist.“ Dort finde sich eben nicht nur eine Fast-Food-Filiale oder eine Handwerksfirma, dort werde ja auch gewohnt – und dort würden auch Kinder mit dem Fahrrad herumfahren.

Was ihn ebenfalls stört: Entlang mancher Straße im Gewerbegebiet besteht heute schon ein Halteverbot. „Das wird von den Lastwagenfahrern locker ignoriert“, ärgert sich Kautscha, „denn es hat ja keine Konsequenzen.“

Während einer der nächsten Stammtisch-Sitzungen des Gewerbevereins will Kautscha das Thema noch einmal ansprechen.




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