weather-image
Post und Reisebüro an der Rehrener Straße sind dicht / Verhandlungen mit der Post AG laufen noch

Postfiliale bald bei Blumen Schulte?

Die Post und das Reisebüro in Rehren sind dicht. Rolf Schulte möchte in seinem Geschäft am Marktplatz eine neue Postfiliale eröffnen, aber die Deutsche Post AG hat ihm noch keinen Vertrag geschickt.

veröffentlicht am 27.12.2018 um 15:53 Uhr
aktualisiert am 27.12.2018 um 16:30 Uhr

270_0900_119680_a_postfiliale1.jpg
Kerstin Lange

Autor

Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

REHREN. Am Donnerstag haben die Besitzer von Postfächern ihre Schlüssel abgegeben und Rolf Schlick hat mit Santje Gödecke von der Deutschen Post AG eine letzte Inventur gemacht. Unterlagen, Paketboxen, Formulare – alles wanderte in Kartons, wurde gut verpackt und abtransportiert. Die Postfiliale an der Rehrener Straße ist geschlossen.

„Sorry, wir haben zu“, musste Rolf Schlick am Donnerstag noch vielen Kunden erklären, die wie selbstverständlich ihre Postgeschäfte in der Filiale tätigen wollten. Aus Altersgründen hat Schlick jetzt aufgehört. Gleichzeitig schloss seine Tochter Anna-Lena Schlick das „Reisebüro im Auetal“, das in den gleichen Räumen betrieben wurde.

Rolf Schlick verlässt die Geschäftsräume wehmütig. 1996 hatte er das Gebäude gekauft, dort einen Fahrradladen eröffnet, danach das Reisebüro und 2010 die Postfiliale. Noch im November hatte der 67-Jährige verkündet, dass das Reisebüro bestehen bleibt.

Reisebüro und Postfiliale sind dicht, die Geschäftsräume sollen nach Möglichkeit schnell vermietet werden.
  • Reisebüro und Postfiliale sind dicht, die Geschäftsräume sollen nach Möglichkeit schnell vermietet werden.

„Jetzt möchte ich den 100 Quadratmeter großen Geschäftsraum möglichst schnell vermieten“, sagte Rolf Schlick. Einen Interessenten gebe es bereits, aber noch sei nichts spruchreif. Zunächst habe er abgewartet, da die Deutsche Post AG einen Interessenten als Nachfolger für die Postfiliale in seinen Räumen hatte.

„Mit dem Interessenten sind wir uns aber nicht einig geworden“, erklärte Santje Gödecke. Die Vorstellungen seien zu weit voneinander entfernt gewesen, dass man weitere Verhandlungen hätte führen können.

Die Rehrener müssen aber wohl trotzdem nicht lange auf ihre Postfiliale verzichten. Rolf Schulte möchte diese in seinem Geschäft am Marktplatz neu eröffnen.

„Es wäre doch schade, wenn wir im Ort keine Möglichkeit mehr hätten, wenigstens die einfachen Postgeschäfte zu erledigen“, sagte Schulte.

Er wolle seinen Blumenladen und das Geschäft mit Lotto-Annahmestelle, Zeitungen, Zeitschriften, Tabakwaren, Fotos und vielem mehr durch die Postfiliale noch etwas erweitern. „Selbstverständlich erhoffe ich mir dadurch auch mehr Kunden. Wer seine Briefe oder Pakete abgibt oder abholt, der kauft vielleicht auch gleich einen Blumenstrauß“, so Schulte.

Allerdings sind die entsprechenden Vertragsverhandlungen mit der Deutschen Post AG ins Stocken gekommen. „Ich gehe aber davon aus, dass das nur wegen der Feiertage ist, denn eigentlich sind wir uns einig geworden“, so Schulte. Er wolle in seinem Geschäft etwas umbauen und so, neben dem Schalter für die Lotto-Annahme, Platz für den Posttresen schaffen.

„Eigentlich ist die Eröffnung für Dienstag, 15. Januar, vorgesehen und ich bin auch wirklich zuversichtlich, dass das klappt“, so Schulte.

Allerdings wird das Postangebot abgespeckt werden. Es wird keine Finanzdienstleistungen mehr geben und auch keine Postfächer. Die Postbank habe entschieden, nicht mitzuwechseln, und die Postfächer würden sich nicht lohnen, hatte die Deutsche Post AG bereits im November erklärt. Die Postfächer waren bereits gekündigt worden und für Postbankgeschäfte müssen die Auetaler künftig nach Hessisch Oldendorf oder Rinteln fahren.

„Ich bin froh, dass es, so wie es derzeit aussieht, wieder eine Postfiliale in Rehren geben wird. Das ist schon wichtig für den Ort“, sagte Bürgermeister Heinz Kraschewski, der ebenfalls mit der Deutschen Post AG Gespräche geführt hatte.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare