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Wunsch nach schnellerer Wiederholung des alle fünf Jahre stattfindenden Erntefestes

Protest ist mitgefahren

Beim großen Erntefest wurde deutlich, was die Auetaler derzeit bewegt – die geplante ICE-Schnellbahn-Trasse.

veröffentlicht am 16.09.2019 um 15:02 Uhr
aktualisiert am 16.09.2019 um 16:20 Uhr

Kerstin Lange

Autor

Redakteurin zur Autorenseite

KATHRINHAGEN. Fröhlich haben die Auetaler ihr dreitägiges Erntefest gefeiert. Auf 51 Wagen sind Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren gemeinsam unterwegs gewesen. Strahlender Sonnenschein trug zur Partystimmung bei und war der Lohn für die Dorfgemeinschaften, die in den vergangenen Wochen viel Zeit damit zugebracht haben, ihre Wagen und Erntekronen fantastisch zu schmücken.

An Bürgermeister Heinz Kraschewski wurde von vielen Auetalern der Wunsch herangetragen, ein solches Fest häufiger zu machen. Doch der Verwaltungschef entgegnete: „Dann würde es etwas Alltägliches werden. Der besondere Reiz einer fünfjährigen Wartezeit wäre weg“, gab Kraschewski zu bedenken, der voll des Lobes für alle Mitwirkenden, Helfer, die Feuerwehrleute für die Absicherung der Strecke und alle Gäste aus dem Auetaler und der Umgebung war.

Was die Auetaler derzeit am meisten bewegt, war auf sehr vielen Wagen zu sehen – die geplante ICE-Schnellbahntrasse durch das Auetal. Im bunten Festumzug ist der Protest mitgefahren. Drei Wagen der Bürgerinitiative Auetal waren dabei, aber auch auf vielen anderen Wagen wurde durch Banner, Plakate und Sprüche die Angst deutlich gemacht, die die Menschen um ihr lebens- und liebenswertes Tal haben.

„Intercity-Ernte-Express – der einzige ICE durch das Auetal“, lautete zum Beispiel das Motto der Borsteler Dorfjugend. „Lieber hoch die Tassen als Neubautrassen“, war das Motto der Bernser Dorfgemeinschaft.

Auetaler Erntefest




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