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Brutzeit muss abgewartet werden / Wer hat vier Pappeln gefällt?

Rotmilan gesichtet

Will da jemand den Rotmilan verscheuchen und verhindern, dass er im geplanten Baugebiet „Teichbreite“ brütet? Bürgermeister Heinz Kraschewski meint Nein, da hat wohl ein Landwirt vier Pappeln gefällt - aus welchen Gründen auch immer.

veröffentlicht am 26.03.2019 um 16:47 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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REHREN. Es gibt bereits eine Liste von Interessenten für ein Baugrundstück in der „Teichbreite“, deshalb beginnt die Volksbank in Schaumburg häals Investor jetzt mit der Vermarktung der Grundstücke. Mit der Erschließung muss allerdings wohl noch etwas gewartet werden. Der Grund: der Rotmilan.

„Der Bebauungsplan ist zwar in Kraft, aber der Rotmilan ist in dem Gebiet gesichtet worden“, teilte Bürgermeister Heinz Kraschewski während der jüngsten Ratssitzung mit. „Daher muss jetzt vermutlich die Brutzeit abgewartet werden, die Erschließung soll ab 1. August beginnen.“

Der Rotmilan soll nämlich zunächst in Ruhe brüten dürfen. Parallel soll aber mit der Vermarktung der Grundstücke begonnen werden.

Im Baugebiet „Teichbreite“ sollen 30 Grundstücke auf einer Fläche von insgesamt 26 000 Quadratmetern bebaut werden.

Neben den 30 Einfamilienhäusern, die Familien ein neues Zuhause in Rehren bieten sollen, werden von der Gemeinde zwei Regenrückhaltebecken, angrenzend an das Baugebiet, gebaut. Hierdurch soll auch die Hochwassergefahr im Bereich der Dr.-Oetker-Straße und der Ortheide gebannt werden.

In den vergangenen Tagen hat zudem jemand in unmittelbarer Nähe des Rotmilan-Horstes vier Pappeln gefällt – ohne Genehmigung. „Inzwischen gibt es das Gerücht, dass die Gemeinde die Baumfällungen in Auftrag gegeben oder diese vorgenommen hat“, sagte Kraschewski gegenüber dieser Zeitung. „Das stimmt nicht und auch die Volksbank ist dafür nicht verantwortlich.“ Die Gemeinde habe die Pappeln sogar mit Folien versehen, damit der Waschbär nicht die Eier des Rotmilans klauen kann. Eher werde vermutet, dass den Landwirt, der die Fläche gepachtet hat, die Bäume gestört haben und er sie beseitigt hat. Die Gemeinde hinterfragt das jetzt.




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