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Loch im neuen Gehweg / Telekom muss weitere Glasfaserkabel verlegen

Schildbürgerstreich in Rolfshagen

Glaskabel vergessen - Teil des neuen Gehweges in Rolfshagen wieder aufgenommen. Leerrohre sollen eingeschossen werden.

veröffentlicht am 12.06.2019 um 16:07 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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ROLFSHAGEN. Die Rolfshäger haben ihren Augen nicht getraut, als am Mittwochmorgen an der Kreuzung Rolfshagener Straße/Westernholz ein Bagger und einige riesige Fahrzeuge mit schwerem Gerät an Bord angerollt sind. Es wurde abgeladen und ein Stück des neuen Gehweges aufgenommen.

„Der ist doch gerade erst fertig geworden und alles war so schön. Was machen die da denn jetzt?“, fragte sich ein Anwohner.

Da ein Bagger auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Loch vor dem Verteilerkasten der Deutschen Telekom aushob – dort war die Erde sicher noch ganz locker, denn die Löcher waren erst vor wenigen Wochen zugeschüttet worden – war klar, was dort passiert: Die Deutsche Telekom hatte einen Auftrag vergeben. Doch warum? Der Ausbau des Glasfaserkabels wurde doch gerade erst abgeschlossen, laut Auskunft der Telekom können alle Auetaler auf schnelles Internet zugreifen, wenn sie entsprechende Verträge abschließen.

„Die Telekom hat wohl zwei Glasfaserkabel vergessen und dafür müssen wir jetzt Leerrohre verlegen“, erklärte ein Bauarbeiter vor Ort.

„Diese Baumaßnahme gefällt uns auch nicht, denn der Gehweg ist ja nun gerade mal ein paar Monate fertig“, sagte Sebastian Wittek von der Bauabteilung der Gemeinde Auetal auf Anfrage dieser Zeitung. Die Telekom wollte eigentlich den gesamten Gehweg wieder aufnehmen.

„Dagegen haben wir uns gewehrt und daher werden jetzt nur Kopflöcher gebuddelt und die Leerrohre dann durchgeschossen“, erklärte Wittek.

Selbstverständlich habe man, als der Gehweg an der Rolfshagener Straße erneuert wurde, auch die Telekom gefragt, ob Baumaßnahmen geplant sind. „Damals war nichts geplant. Aber der Breitbandausbau ist wohl eine andere Abteilung“, so Wittek.

Wie lange die Baustelle dort bleiben wird, ist noch völlig offen. Die Baufirma stellte fest, dass ihre Maschinen viel zu groß sind, um an der entsprechenden Stelle das Loch für das Leerrohr zu bohren. Die Kabel werden dann ohnehin von einer anderen Firma verlegt – wann, das steht noch nicht fest.

„Wir haben da ein Auge drauf, damit der Gehweg auch wieder so hergestellt wird, wie er war“, sagte Wittek.




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