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Vermarktung beginnt erst im Februar

Schnelles Internet wohl erst ab März

Die Baufirma wird bis zum Jahresende fertig mit dem Ausbau des Glasfasernetzes im Auetal. Schneller surfen geht aber wohl nicht vor März, es muss erst dokumentiert und vermarktet werden.

veröffentlicht am 15.11.2018 um 16:15 Uhr

Die Mitarbeiter der Firma Freytag schießen das Glasfaserkabel in die vorher verlegten Leerrohre. Dann muss das „schnelle Internet“ nur noch angeschlossen werden. Foto: la
Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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AUETAL. Der Ausbau des Glasfasernetzes soll bis Ende des Jahres fertig sein. „Wenn es keinen plötzlichen Wintereinbruch gibt, dann ist das Glasfaserkabel bis Ende Dezember überall im Auetal verlegt und die Verbindungen in den Verteilerkästen angeschlossen“, sagte Doreen Schwarzlaff von der Gemeinde Auetal auf Anfrage dieser Zeitung.

Das bedeutet aber nicht, dass die Auetaler dann auch schnelles Internet bekommen können. „Eine Vermarktung ist zurzeit ab dem 22. Februar 2019 geplant. Über die jeweiligen Einschalttermine aller Ortsnetze ist der Wettbewerb aus wettbewerbsrechtlichen Gründen stets informiert“, teilte Stefanie Halle von der Deutschen Telekom auf Anfrage mit.

Das heißt, dass die Vermarktung erst Ende Februar beginnt und nicht vor März damit zu rechnen ist, dass die Auetaler schneller im weltweiten Netz surfen können.

„Die Telekom muss den anderen Telekommunikationsunternehmen die Möglichkeit geben, ebenfalls auf das Netz zuzugreifen“, erklärte Schwarzlaff.

„Das neue Produkt, also das neue Netz, muss erst dokumentiert werden – und das dauert. Dann nennt die Deutsche Telekom einen Termin, ab dem sie das Netz zur Verfügung stellt, denn auch alle anderen Telekommunikationsunternehmen müssen zur gleichen Zeit darauf zugreifen können“, erklärte der Breitband-Beauftragte des Landkreises Schaumburg, Jens Brennecke, auf Anfrage.

Sein Tipp – ab 8. Februar 2019 sollten alle mit der Telefonvorwahl 0 57 52 die Webseite der Telekom im Auge behalten und am 22. Februar die Auetaler mit der Vorwahl 0 57 53.

„Dort wird dann bekannt gegeben, wann genau das jeweilige Netz freigeschaltet wird“, erklärte Brennecke.

Der Breitband-Beauftragte zeigt sich zuversichtlich, dass das Freischalten dann ganz schnell gehen wird. „Wir sind jetzt seit vier Jahren daran, in dem Bereich für schnelles Internet zu sorgen und nun endlich kurz vor der Fertigstellung“, freute sich Brennecke.

Übrigens, die Nutzer müssen sich selbst aktiv um eine Änderung ihrer jeweiligen Internetnutzungsverträge kümmern und neue abschließen. Sonst wird es nichts mit schneller surfen.

Und noch bevor das Glasfasernetz, unter anderem im Auetal, an den Start geht, sind schon Verbesserungen geplant. „Überall dort, wo auch künftig nur 30 Megabit ankommen, soll nachgebessert werden, und zwar auf 100 bis 150 Megabit“, erklärte Bren-necke. Dafür versucht der Landkreis derzeit weiter EU-Fördergelder zu generieren. Wann das aber passiert, steht wohl in den Sternen. Derzeit sieht man überall im Auetal noch Baugruben, abgesperrte Baustellen und nicht angeschlossene Kabel.

Die Leerrohre sind aber alle verlegt und jetzt wird noch in einigen Bereichen das Glasfaserkabel eingeblasen. Das meiste ist bereits erledigt und die Telekom hat auch schon die ersten Verkabelungen in den Verteilerkästen fertiggestellt. Bis Ende dieses Jahres könnte also alles fertig sein. Schade nur, dass das schnelle Internet dann noch nicht von den schon lange wartenden Bürgern genutzt werden kann – die schnellen Verbindungen also ungenutzt in der Erde liegen, bis die Vermarktung abgeschlossen ist.




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