weather-image
15°

Jung und Alt verschönern den Grundschulhof

Schöne Schule

AUETAL. Bepflanzen, Streichen, Sägen. Eltern, Lehrer und Schüler haben gemeinsam an der Grundschule Auetal gewerkt, um den Schulhof zu verschönern und in Schuss zu bringen. Unter dem Motto „Schöne Schule“ strichen die Freiwilligen etwa die Zäune rund um das Gelände neu an oder renovierten den alten Zirkuswagen, der der Klima-AG künftig eine Heimat bieten soll.

veröffentlicht am 06.05.2019 um 18:05 Uhr

Frischer Anstrich: Noah Oldendorf aus der Klasse 1 streicht das verblasste Klettergerüst. Fotos: mv

Autor:

MALICK VOLKMANN
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Schulleiter Carl Gundlach freut sich über die gekommenen Helfer: „Es ist schön, dass Jung und Alt gemeinsam anpacken. Das Projekt soll die Schulgemeinschaft stärken“, sagt Gundlach. Das gemeinsame Arbeiten bietet ihm zufolge eine Möglichkeit, die sonst im Schulalltag zu kurz käme: ein gemeinschaftliches Zusammensein von Lehrern, Eltern und natürlich den Schülern.

Gleichzeitig dient der Tag dem „Sammelpunkt Schule“, der für alle Beteiligten eine wichtige Rolle spiele. „Vor ungefähr 20 Jahren gab es so einen Projekttag einmal im Jahr. Wir haben nun im letzten Jahr wieder damit angefangen und würden ihn gerne auch für die Zukunft etablieren“, berichtet der Schulleiter. Vor allem in einer ländlich geprägten Region wie dem Auetal seien solche Aktionen wichtig, um das Miteinander zu stärken.

Im Mittelpunkt steht dieses Jahr der Zirkuswagen: „Der Wagen ist schätzungsweise 70 Jahre alt. Er wird jetzt innen ausgebaut, damit die Schüler ihn möglichst bald nutzen können“, so Gundlach. Dazu kommen beispielsweise Zäune und Geländer, die im letzten Jahr nicht fertig gestrichen werden konnten und jetzt an der Reihe sind. Auch die Klettergerüste werden neu gestrichen und Beete angelegt. Um das alles zu bewerkstelligen, sind Handwerker nötig. Umso besser also, dass einige Eltern ausgebildete Handwerker sind und die Arbeiten daher mit der nötigen Professionalität durchgeführt werden können.

Maximilian Feige (2. Klasse) bekommt Hilfe beim Einbauen der Steckdose im Zirkuswagen.

Trotzdem konnten sich auch die Kleinen einbringen, sie trugen etwa Bretter zur Säge oder bemalten die Schultore. Für Gundlach hat die Aktion einen weiteren Vorteil: „Die Kinder sind stolz auf ihre Arbeit. Wenn sie am Montag in die Schule kommen, können sie allen erzählen, dass sie den Wagen mit ihrem Papa gestrichen haben oder das Brett für die Innenwand des Wagens hergebracht haben“, meint der Schulleiter.

Mächtig stolz dürfte auch Noah Oldendorf aus der ersten Klasse sein, der mit seinem Urgroßvater gekommen ist: „Es macht viel Spaß. Der Schulhof soll ja schön aussehen“, sagt er, während er auf der Leiter steht und die Holzpfosten des Klettergerüstes anmalt – unter der Beobachtung seines Urgroßvaters.

Ähnlich geht es Maximilian Feige aus der zweiten Klasse, der dabei hilft, eine Steckdose im Zirkuswagen einzubauen: „Ich freue mich schon darauf, wenn der Wagen fertig ist“, sagt er schmunzelnd.

Schulleiter Gundlach freut sich darüber, dass viele Helfer ihre eigenen Materialien wie Farben oder auch Werkzeug mitgebracht haben, dies sei heutzutage nicht mehr selbstverständlich. Der Großteil der Baustoffe und verwendeten Materialien wurde aus dem Hausmeister-Etat finanziert. Dazu kommt der Förderverein der Schule, der die Getränke stiftet, damit alle auch die Pausen gemeinsam genießen können.

Abgeschlossen wurde die Aktion „Schöne Schule“ mit einem großen gemeinsamen Frühstück und der Hoffnung des Schulleiters, dass der Projekttag nicht der letzte gewesen sein wird: „Es ist einfach eine tolle Sache. Jeder macht das, was er kann und will.“ Und das bestimmt nicht zum letzten Mal.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare