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Kein Spiegel an der Auestraße und kein Durchfahrtverbot für Lkw in der Schulstraße

Sicht soll verbessert werden

Das gefährliche Linksabbiegen aus der Aue- auf die Landesstraße und die Parksituation in der Schulstraße hat sich jetzt die Verkehrskommission des Landkreises angeschaut.

veröffentlicht am 18.10.2018 um 16:23 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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REHREN. Wer in Rehren aus der Auestraße auf die Landesstraße einbiegen möchte, der hat es nicht leicht. Rechtsabbieger können sich langsam auf die Kreuzung „vortasten“, aber Linksabbieger müssen beide Fahrtrichtunge im Auge haben – und da wird es schwierig. Das Problem ist die Aue-Brücke oder besser deren Geländer, die die Sicht einschränken.

„Es ist zwar bislang nur ein Unfall geschehen, aber viele Auetaler rufen uns an und weisen uns auf die Gefahrenstelle hin“, sagte Bürgermeister Heinz Kraschewski im Gespräch mit dieser Zeitung. Daher habe die Gemeinde Auetal die Verkehrskommission des Landkreises Schaumburg angefordert, die am Dienstagmorgen im Auetal gewesen ist.

„Die Linksabbieger schauen genau gegen das Geländer und erschwerend kommt hinzu, dass es in der Auestraße eine leichte Steigung gibt. Daher tun sich dort viele Autofahrer schwer“, erklärte Olaf Humke vom Ordnungsamt der Gemeinde Auetal. Der Wunsch vieler Anrufer sei ein Spiegel auf der gegenüberliegenden Seite. Doch den lehnten die Verkehrsexperten – die Kommission besteht aus Vertretern von Polizei, Straßenverkehrsamt, Straßenbauamt und Straßenmeisterei des Landkreises – ab. Verkehrsteilnehmer könnten sich dadurch zu sehr in Sicherheit wägen und die Unfallgefahr würde noch steigen. Eventuell soll es Veränderungen an den Geländern geben. „Wir haben dort drei Punkte, die verändert werden können. Zum einen das Holzgeländer der Fußgängerbrücke, dann das Geländer der eigentlichen Brücke und zum Dritten die Abgrenzung zwischen beiden Brücken“, erklärte Humke. Wenn man zum Beispiel die Längsstreben zwischen den Brücken in waagerechte Streben verändern würde, könnten Autofahrer in dem Bereich durch das Geländer schauen. „Allerdings könnten darauf dann Kinder klettern, weil das dann einer Leiter ähnlich wäre, und das ist wieder gefährlich“, so Humke.

Wenn Lkw in der Schulstraße parken, ist es eng. Foto: pr.
  • Wenn Lkw in der Schulstraße parken, ist es eng. Foto: pr.

Die Verwaltung müsse nun abwarten, was die Verkehrskommission dem Landkreis vorschlägt.

Da die Experten schon mal im Auetal waren, wurden sie gebeten, sich auch die Situation in der Schulstraße einmal anzuschauen. Hier parken häufig Lastwagen, behindern damit den Verkehr und sorgen für Gefahren, vor allem für Schulkinder (wir berichteten).

Anke Schmidt hatte für die Grünen eine Verbesserung der Verkehrslenkung sowie die Erhöhung der Verkehrssicherheit für Schulkinder und Fußgänger in der Schulstraße gefordert. Erreicht werden könne dies laut Schmidt durch eine Tonnagenbeschränkung für Lastwagen in der Schulstraße oder ein entsprechendes Parkverbot.

„Eine Beschränkung der Durchfahrt für Lastwagen, zum Beispiel 7,5-Tonner, würde bedeuten, dass jeder Möbelwagen, der in die Schulstraße oder in die dortige Siedlung fährt, eine Sondererlaubnis vom Landkreis benötigt. Wenn wir die Einfahrt für Anlieger erlauben, dann nützt die Beschränkung nichts, denn die Anliegerregelung ist so ,gummiartig‘, da fährt dann trotzdem jeder durch“, erklärte Humke.

Ein Parkverbotsschild in der Schulstraße könne wohl nicht aufgestellt werden, da dort bereits ein gesetzliches Halteverbot besteht, da die Straßenbreite von 5,65 Metern ohnehin das Parken von Lastwagen verbietet. „Autos dürfen dort stehen, aber Lkw sind wesentlich breiter und dann hat die Straße nicht mehr die vorgeschriebene Restbreite von drei Metern“, erklärte Humke. Aber auch hier stehe eine Entscheidung der Verkehrskommission noch aus.




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