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Mehr nachfragen, was die Menschen bewegt

SPD will nach vorne schauen

In den derzeit schweren Zeiten wollen die Auetaler Genossen wieder bürgernah werden, Probleme anpacken und keinesfalls die Köpfe hängen lassen. Auf Gemeindeebene habe man schließlich auch einiges erreicht.

veröffentlicht am 06.06.2019 um 16:31 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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REHREN. Die SPD erlebt aktuell schwere Zeiten. Und davon bleibt auch der kleine Auetaler Ortsverein nicht verschont.

„Wir müssen wieder mehr für die Bürger da sein, hören, was sie sagen. Es nützt nichts, die Köpfe hängen zu lassen. Wir müssen es anpacken, bürgernah und mit großem Engagement“, versuchte die Ratsfrau und Poggenhagener Ortsvorsteherin Ulrike Frey, in einer enthusiastischen Rede die Genossen mitzuziehen. Sie wolle künftig jeden zweiten Freitag – beginnend am 21. Juni – von 12.30 bis 13.30 Uhr auf dem Marktplatz in Rehren stehen, für die Bürger ansprechbar und gesprächsbereit sein.

Auch Hans-Jürgen Bethge hat während der Mitgliederversammlung im Spiegelsaal in Rehren eine bessere Außenwirkung der SPD im Auetal gefordert. Man müsse den Bürgern deutlich machen, was man tut, zuhören, was die Auetaler sich wünschen, und mehr in der Öffentlichkeit vertreten sein.

Zuvor hatte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Auetal, Axel Arndt, auf die Aktivitäten der Partei zurückgeblickt. Reflektoren seien in den Kitas und Frühlingsgrüße am Penny-Markt verteilt worden, und bei den Weihnachtsmärkten in Rehren und Rolfshagen war die SPD vertreten. „Dabei sind wir selbstverständlich auch mit den Bürgern ins Gespräch gekommen“, so Arndt.

Allerdings sei das Amt des Schriftführers nicht besetzt gewesen und so der Informationsfluss zur Presse nicht so gut gewesen. Das soll sich künftig wieder ändern. Schließlich standen nämlich auch Wahlen an. Arndt wurde bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung von den 19 Anwesenden wiedergewählt. Seine Stellvertreter sind Marcel Teich und Jürgen Tegtemeier, und Wolfgang Niemann führt weiter die Kasse. Michael Huck wurde zum stellvertretenden Kassierer gewählt, neuer Schriftführer ist Torben Stemme. Heiner Thies, Sebastian Huck und Friedhelm Sassenberg gehören dem Vorstand als Beisitzer an.

Bürgermeister Heinz Kraschewski war als Gast dabei. In seinem Grußwort dankte er der SPD-Fraktion für die hervorragende Zusammenarbeit. „Aufgrund meiner langjährigen beruflichen Tätigkeit beim Landkreis und der daraus gewonnenen Erfahrung übe ich das Bürgermeisteramt sicher unpolitischer aus, als es andere machen. Ungeachtet dessen vergesse ich natürlich bei aller Neutralität, die das Bürgermeisteramt gebietet, nicht meine politische Überzeugung und stehe der SPD auch in schweren Zeiten loyal gegenüber. Das gilt natürlich auch uneingeschränkt für die SPD Auetal“, so Kraschewski.

Der Bürgermeister ging auf einige aktuelle Themen wie den geplanten ICE-Trassenbau durch das Auetal, den Breitbandausbau, die Kinderbetreuung und die ärztliche Versorgung ein.

In Sachen Bahntrasse wolle man sich für den trassennahen Ausbau der Strecke Hannover–Bielefeld einsetzen. Die leidige Trassendiskussion würde dem Auetal derzeit sehr schaden. Für die Volksbank in Schaumburg sei es unter diesen Umständen schwer, die Baugrundstücke an der Teichbreite in Rehren zu vermarkten.

Der Breitbandausbau im Auetal sei abgeschlossen und in Sachen Kinderbetreuung sei das Auetal gut aufgestellt. Bestehende Betreuungszeiten sollen derzeit ausgeweitet werden, da berufstätige Eltern dies fordern.

Die ärztliche Versorgung sei schwierig. Für einen Arzt, der überlegt, in den nächsten Monaten eine Zweigpraxis in Rolfshagen zu eröffnen, suche man eine geeignete Immobilie. Allerdings habe es der Arzt nicht eilig, denn auch er müsse geeignetes Personal für seine bestehenden Praxen finden, um selbst im Auetal einige Stunden zu praktizieren.

Der Fraktionsvorsitzende Rüdiger Teich informierte über die politischen Anträge der SPD, die umgesetzt und geplant sind. Dazu gehören die E-Ladestationen, Urnenwände auf Friedhöfen, der Austausch der Leuchten auf LED-Technik, der geplante Kita-Neubau in Rehren und einiges mehr.

Für 2019 hat sich die SPD Auetal zum Ziel gesetzt, die Internetseite zu verbessern und so die Bürger besser zu informieren. Außerdem sind ein Besuch des Fliegerhorstes Wunstorf, das „Rote Angrillen“ in Escher und ein Grünkohlessen geplant, und bei den Weihnachtsmärkten in Rehren und Rolfshagen will man wieder dabei sein.

„Alles in allem schauen wir nach vorne und packen es an“, so Arndt.




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