weather-image
Visionen für ehemaligen Markant-Markt und Marktplatz / CDU-Fraktion fordert langfristige, förderfähige Lösung

Stadthalle statt Einkaufsmarkt?

Er ist wieder Thema in Rehren, der Leerstand auf dem Marktplatz. Die CDU wünscht sich eine langfristige Lösung, die Gemeinde sucht nach Fördermöglichkeiten.

veröffentlicht am 17.10.2018 um 17:31 Uhr
aktualisiert am 17.10.2018 um 19:10 Uhr

Merkwürdig markierte Parkplätze, der leer stehende Markt – der Marktplatz in Rehren bietet keinen schönen Anblick und ist für die Auetaler nicht gerade nützlich. Foto: la
Kerstin Lange

Autor

Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

REHREN. Seit Jahren steht der ehemalige Markant-Markt in Rehren leer. Der Leerstand verschandelt den Marktplatz und verhindert weitere sinnvolle Umgestaltungen des Bereiches. Bislang ist der Eigentümer, der Essener Teodot Kupcevsky, der keinen Bezug zum Auetal hat, nicht bereit gewesen, das Gebäude zu einem angemessenen Preis zu verkaufen.

Jetzt hat sich die Auetaler CDU-Fraktion wieder einmal des Themas angenommen. „Wir finden es schade, dass dieses Filetstück der Ortschaft Rehren zurzeit nicht derart genutzt wird, dass es dem Marktplatz gerecht wird und den Auetalern zugutekommt“, ist sich die CDU-Fraktion einig.

„Hier muss langfristig gedacht und an einer Lösung gearbeitet werden“, findet Rehrens Ortsvorsteher und CDU- Fraktionsmitglied Jörn Lohmann. Gemeinsam mit Bürgermeister Heinz Kraschewski haben die CDU-Politiker am Dienstag den ehemaligen Markant-Markt unter die Lupe genommen.

Jörn Lohmann (v. li.), Thorsten Niedert und Christian Wenthe im ehemaligen Markant-Markt.
  • Jörn Lohmann (v. li.), Thorsten Niedert und Christian Wenthe im ehemaligen Markant-Markt.

„Das Gebäude ist abgängig, wie es im Verwaltungsdeutsch heißt. Der Brandschutz ist nicht sichergestellt, und es fehlt eine Isolierung. Außerdem ist es unschön, dass wir hier auf dem Marktplatz einen 900 Quadratmeter großen Leerstand haben“, sagte Kraschewski im Gespräch mit dieser Zeitung. Allerdings könne man keinen Privatmann zu Investitionen oder zum Verkauf zwingen. „Wir werden aber den aktuellen Verkaufspreis beim Besitzer erfragen“, versprach der Bürgermeister.

Die CDU-Fraktion hat sich bereits weiterführende Gedanken gemacht. „Es muss geprüft werden, ob eine förderfähige Lösung möglich ist – und wenn ja, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen“, sagte Lohmann.

Daran arbeitet die Verwaltung bereits. „Vielleicht können wir ja Fördermittel generieren. Zum Beispiel für eine Stadthalle, einen Veranstaltungs- oder Multifunktionsraum“, erklärte Kraschewski seine derzeitige Vision. Allerdings schwinge bei Fördermitteln auch immer ein Eigenanteil mit, und außerdem müsse ein Betreiber für ein solches Objekt gefunden werden.

„Es wäre aber schön, einen großen Raum für die Auetaler zu haben. Es blutet mir das Herz, wenn wir im Dezember wieder mit allen Senioren zur Weihnachtsfeier nach Rinteln fahren müssen, weil es hier keinen geeigneten Saal gibt“, stellte Kraschewski fest.

Friseurmeisterin Andrea Wiemann, die ihren Salon direkt neben dem Rathaus betreibt, war am Dienstagvormittag beim Bürgermeister zu Besuch und hat ihm dargelegt, was sie sich für Rehren an Veränderungen und Verbesserungen wünscht. Im Gespräch mit dieser Zeitung führte sie diese Wünsche noch einmal auf: „Zunächst einmal müsste so ein Tempomesser aufgestellt werden, der die Raser auf der Rehrener Straße bremst, und dann muss hier ein Einkaufszentrum mit Discounter, Drogeriemarkt und Ähnlichem her. So wie zum Beispiel in Lauenau.“

Des Weiteren wünscht sich Wiemann – „und das sagen mir auch ganz viele Kunden immer wieder“ –, dass der Marktplatz attraktiver gestaltet wird. „Wir brauchen zum Beispiel eine Eisdiele oder ein nettes Café, wo man auch mal gemütlich draußen sitzen kann. Außerdem könnte ich mir einen Brunnen auf dem Marktplatz schön vorstellen, und vor allem muss ein Zebrastreifen vom Marktplatz zur Apotheke angelegt werden. Das Überqueren der Straße ist für Kinder und ältere Menschen fast unmöglich.“

Wenn man all diese Punkte umsetzen würde, würden Rehren und das gesamte Auetal attraktiver für Neubürger, meint Wiemann. Häuser und Grundstücke könnten besser verkauft werden.

Die engagierte Geschäftsfrau will nicht nur fordern, sondern sich auch für den Ort einsetzen. „Wir könnten eine Bürgerinitiative gründen und zum Beispiel Geld für eine Tempomessanlage sammeln. Das haben die Bernser doch auch geschafft.“




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare