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Bernser schneiden beim Kohlkönigschießen bestens ab / Wettbewerb, Grünkohlessen und Disco beim SSV

Trainingslager am Eisenhammer?

Trainieren die Bernser heimlich für das Kohlkönigschießen in Rolfshagen? Diese Frage stellte sich SSV-Schießsportleiter Mario Mankewitz, als er die Ergebnisse des Wettkampfes auswertete.

veröffentlicht am 06.11.2018 um 14:32 Uhr
aktualisiert am 06.11.2018 um 16:00 Uhr

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Autor

Claudia Masthoff Reporterin
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ROLFSHAGEN. Schon wenn man abends das Schützenheim betritt, wird eines sofort klar: Das Kohlkönigschießen in Rolfshagen ist auch 2018 wieder ein voller Erfolg geworden. Wie ein Lindwurm oder eine sehr langsame Polonaise schlängelt sich die schier endlose Reihe von Besuchern in Richtung der dampfenden Töpfe, aus denen es lecker nach Grünkohl und Würstchen duftet.

20 Mannschaften, bestehend aus je drei Personen, sind zum Wettbewerb angetreten, und die hat das Schießen offensichtlich ziemlich hungrig gemacht. Neben dem üblichen Plausch in der Warteschlange verkürzt in diesem Jahr eine kleine Attraktion die Zeit des Anstehens. Es läuft ein Video, die Dokumentation des Bürgerkönig-Schießens aus dem Jahr 1989. Diese knapp 30 Jahre alten Bilder sorgen für jede Menge zusätzlichen Gesprächsstoff.

„Uns ist beim Kohlkönig-schießen eigentlich am wichtigsten, einen Anlass zu schaffen, wo sich die Leute mal wieder treffen können“, erklärt der Schießsportleiter des Schieß- und Sportvereins (SSV) Auetal, Mario Mankewitz. „Wir laden alle anderen Vereine, Feuerwehren und sonstige Gruppen aus Rolfshagen und den Nachbardörfern ein. Und die kommen gern.“

Kein Wunder, denn für 13,50 Euro wird den Gästen nicht nur ein spannender Schießwettbewerb und ein gutes Essen, sondern im Anschluss auch noch eine Party samt Discjockey geboten.

Dass es kein Kohlkönig-schießen ohne Siegerehrung geben kann, ist ja selbstverständlich. Denn selbst wenn die Mehrheit der angetretenen Schützen behauptet, dass sie immer nur so spaßeshalber mitmacht, sind am Ende doch alle gespannt, wie sie abgeschnitten haben.

Die Ergebnisse in diesem Jahr sind ziemlich interessant. Sie zeigen nämlich, dass Rolfshagens Gäste aus Bernsen immer besser werden. Die Ortsfeuerwehr Bernsen I und III landen auf dem zweiten und dem dritten Platz in der Mannschaftswertung. Der Wanderpokal für den Sieger geht jedoch (dieses Mal noch?) an die „Sünteltaler“. Auch in der Einzelwertung können auffällig viele Kameraden aus der Freiwilligen Feuerwehr des Nachbardorfes glänzen. Alle drei erstplatzierten Damen, nämlich Lena Schlichting, Caroline Kronenberg und Helen Beißner, sowie der beste Schütze bei den Herren – Axel Niederland siegte vor Jan Hendrik Reese und Steven Hopkins – kommen von dort.

„So langsam beginnen wir, uns Gedanken zu machen“, stellt dann auch Mankewitz, der die Siegerehrung moderiert, fest. „Gerüchte über ein heimliches Trainingslager am Eisenhammer werden immer lauter.“




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