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Spielleute ziehen in ehemaliges DLRG-Heim

TuSG muss zusammenrücken: Am Freibad wird es musikalisch

ROLFSHAGEN. Seit vielen Jahren nutzt die TuSG Rolfshagen einen Raum im heutigen Familienzentrum. Der Spielmannszug des Vereins übt dort jeden Freitagabend, und an weiteren Tagen sind Sportgruppen dort aktiv. Die TuSG hat den Raum zu einem sehr günstigen Preis von der Gemeinde Auetal angemietet. Nun ist die Raumsituation im Familienzentrum so beengt geworden (wir berichteten), dass die Gemeinde der TuSG aufgrund von Eigenbedarf gekündigt hat. Bis spätestens April 2019 müssen die Spielleute und Sportler aus dem Raum verschwunden sein.

veröffentlicht am 18.12.2018 um 17:14 Uhr
aktualisiert am 18.12.2018 um 18:20 Uhr

Foto: Bürgermeister Heinz Kraschewski (mitte) übergibt den Schlüssen für das ehemalige DLRG-Heim an Kurt Ackmann und Michaela Aldag von der TuSG Rolfshagen. Foto: la
Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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Doch die Gemeinde setzt die TuSG nicht einfach vor die Tür. „Wir brauchen den Raum im Familienzentrum, und zwar so schnell wie möglich. Das geht einfach nicht anders“, erklärte Bürgermeister Heinz Kraschewski jetzt bei einem Pressegespräch, an dem auch Vertreter der TuSG teilgenommen haben. „Wir haben das ehemalige DLRG-Heim zwischen Freibad und Sportplatz in Rolfshagen, und das kann der Spielmannszug künftig nutzen“, so Kraschewski. Die Gemeinde stellt das Gebäude gegen Erstattung der Betriebskosten zur Verfügung.

„Für uns Spielleute wird das auch gehen. Ich sehe da kein Problem, auch wenn wir selbstverständlich nicht gerne aus der alten Schule ausziehen“, sagte Kurt Ackmann als Leiter des Spielmannszuges und kommissarischer zweiter Vorsitzender der TuSG. Zunächst müsse aber etwas renoviert werden. Die Gemeinde werde die Elektroinstallation kontrollieren, und dann sollen die TuSG-Mitglieder ihr neues Zuhause streichen. Das Material dafür stellt die Gemeinde ebenfalls zur Verfügung. „Eventuell müssen wir ein Sonnensegel unter das hohe Spitzdach machen, um den Hall zu mildern“, stellte Georg Söffker von den Spielleuten fest.

Insgesamt können die 14 aktiven Spielleute mit der Situation aber zufrieden sein. Immer freitags wollen sie von 18.30 bis 20.30 Uhr proben – in Kürze dann eben oberhalb des Freibades. Im Sommer können sich die Badegäste dann über zusätzliche Unterhaltung freuen.

Etwas schwieriger wird es künftig für die Sportler. „Wir haben einige Kurse in der Sporthalle zusammengelegt, also zum Beispiel ‚Jump fit’ und ‚Callanetics’. Aber alles geht eben nicht. Daher müssen auch Kurse ausfallen, die in der Vergangenheit angeboten werden konnten“, erklärte Michaela Aldag, die Übungsleiterin der TuSG ist.

„Cross fit“ sei einer der Kurse, die nicht mehr im TuSG-Angebot seien. „Dadurch verliert der Verein selbstverständlich auch Einnahmen“, gab Markus Aldag zu bedenken.

„Ich finde es gut, dass die Einsicht bei der TuSG da ist, dass der Raum für die Kita genutzt werden muss – und die Gemeinde unterstützt wirklich, wo es geht“, so Kraschewski.




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