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Rolfshagener Erfolgsgeschichte

TuSG-Spielmannszug feiert 90. Geburtstag mit Platzkonzert

ROLFSHAGEN. Es ist eine Rolfshagener Erfolgsgeschichte: Der Spielmannszug der TuSG hat im Rahmen der Sporttage seinen 90. Geburtstag gefeiert. Der Platzregen zum Platzkonzert konnte den Spielmännern und -frauen nichts anhaben.

veröffentlicht am 13.06.2018 um 09:51 Uhr
aktualisiert am 13.06.2018 um 15:30 Uhr

Der Spielmannszug der TuSG Rolfshagen feiert seinen 90. Geburtstag mit einem Platzkonzert. Foto: seb
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Sebastian Blaumann Redakteur zur Autorenseite
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Als die ersten Töne erklangen, riss die Wolkendecke auf und das 13-köpfige Ensemble zeigte sein ganzes Können.

Der Spielmannszug der TuSG Rolfshagen ist nicht wegzudenken aus der Zeltfestära des Ortes. „Ohne Euch gäbe es nicht die charakteristischen Klänge, die bei vielen Festen im Dorf ihren Platz haben“, erklärt TuSG-Vorsitzende Bettina Teich. Aber die Spielfrauen und Spielmänner sind über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Die Musiker vertraten den Verein bei vielen Deutschen Turnfesten, spielten sogar auf dem österreichischen Bundesturnfest in Villach im Jahr 1981 und beim Schützenfest in Exten ist der Spielmannszug zum 50. Mal vertreten.

Am 24. Oktober 1926 beschloss der damalige Turnverein, ein Trommlerkorps zu gründen. Nur ein Jahr später waren die ersten Instrumente angeschafft. Die Leitung übernahmen die Turnbrüder Rudolf Achilles und Otto Meier. Das Trommlerkorps wurde zu einem guten Klangkörper ausgebaut und war seitdem bei den örtlichen Festen nicht mehr wegzudenken. Im Krieg musste der Spielbetrieb eingestellt werden. Danach wurde der Spielmannszug wieder ins Leben gerufen. Die Leitung lag bis 1966 wechselweise in den Händen von Otto Meier, Wilhelm Dietrich sen., Heinrich Büthe, Kurt Ackmann, Erwin Töpfer und Georg Söffker. Von 1967 bis 1986 leitete Kurt Ackmann den Zug. Unter seiner Regie wuchs die Teilnehmerzahl von 13 auf 48 Spielleute an. Ab dem Jahr 1986 übernahmen Erwin Westermann, Dirk Stemme, Anja Ackmann, Markus Lehmann, Werner Bredemeier und Jens Dietrich die Leitung, seit 2008 führt Kurt Ackmann wieder die Regie. Doch der Spielmannszug ist fest mit dem Namen Heini Meier verbunden, der 75 Jahre aktiv mitgespielt hat.

Spielleiter Kurt Ackmann (M.) verleiht die Urkunden an Claudia Teich und Frank Strömel. Foto: seb
  • Spielleiter Kurt Ackmann (M.) verleiht die Urkunden an Claudia Teich und Frank Strömel. Foto: seb

Im Spielmannszug sind heute alle Altersgruppen vertreten. Das jüngste aktive Mitglied ist 16 Jahre, das älteste 78 Jahre.

Zur Feierstunde auf dem Sportplatz in Rolfshagen kamen auch Auetals Bürgermeister Heinz Kraschewski und Ortsvorsteher Rüdiger Teich. Beide würdigten in ihren Grußworten den Einsatz und das Können der Spielmänner und -frauen. „90 Jahre Spielmannszug bedeuten 90 Jahre stetiges Üben. Sie haben mit ihrer Musik Werbung für Rolfshagen und das Auetal gemacht“, bedankte sich Kraschewski bei den Mitgliedern des Spielmannszuges. Ein funktionierender Zug bedarf einer straffen Organisation – und das täglich. Immer wieder würde der Name Kurt Ackmann auftauchen. „Für Ihre nachhaltige Arbeit überbringe ich Ihnen mein ausdrückliches Kompliment“, lobte Kraschewski den aktuellen Spielleiter. Darüber hinaus hoffe der Bürgermeister, in zehn Jahren das hundertjährige Bestehen feiern zu können.

Für Ortsvorsteher Rüdiger Teich ist es ein Genuss, die Töne des Spielmannszuges hören zu können. „Eure musikalischen Darbietungen bereiten Freude. Ihr pflegt die Tradition, seid Neuem gegenüber aufgeschlossen und führt die Menschen zusammen“, fand Teich nur lobende Worte.

Im Rahmen der Feierstunde gab es noch zwei Auszeichnungen. Seit 30 Jahren sind Claudia Teich und Frank Strömel im Spielmannszug und sie erhielten eine Urkunde von der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände. „Frank sorgt am Becken oder mit der Pauke für unseren Rhythmus, Claudia wohnt mittlerweile in Borken im Münsterland und fährt regelmäßig über 400 Kilometer, um mit uns spielen zu können“, bedankte sich Ackmann bei dem Duo für dessen Engagement.




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