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Ortsfeuerwehr Klein Holtensen-Wiersen ist klein, aber wird gebraucht

Unschlagbare Einsatzzeit bei Unfall

Zwölf Mal ist die Ortsfeuerwehr Klein Holtensen-Wiersen 2018 alarmiert worden, darunter waren einige Fehlalarme. Über Tag ist das Dorf quasi unbewohnt, da muss die Feuerwehr schon mal mit drei Einsatzkräften ausrücken, aber wichtig ist sogar die kleinste Feuerwehr im Auetal. Das beweisen die Einsatzkräfte aus dem östlichen Auetal immer wieder.

veröffentlicht am 05.02.2019 um 17:01 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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KLEIN HOLTENSEN. „Zu einem Pkw-Unfall in Altenhagen mit einer eingeklemmten Person sind wir in einer unschlagbaren Zeit ausgerückt“, hat Michael Sostmann, Ortsbrandmeister in Klein Holtensen-Wiersen, jetzt während der Hauptversammlung festgestellt. Die Einsatzkräfte hatten sich gerade zum Preisskat im Feuerwehrhaus getroffen, als der Alarm losging.

Unspektakulär waren die Einsätze der kleinen Ortsfeuerwehr im östlichen Auetal. Zwei Fehlalarme riefen die Feuerwehr zum Einsatz, zwei Bäume auf einer Straße in Wiersen mussten entfernt werden – und das, was zunächst nach einem Brand aussah, wurde noch während der Vorbereitungen zum Einsatz abgebrochen.

Trotzdem wird auch die kleine Ortsfeuerwehr im Auetal gebraucht – was Gemeindebrandmeister Michael Möller auch immer wieder betonte. Zwar ist die Ausrückstärke am Vormittag nur schwierig zu erzielen, „aber wir konnten bislang immer los, auch wenn wir nur mit drei Kameraden gestartet sind. Und nach 16 Uhr ist das alles kein Problem mehr“, stellte der Ortsbrandmeister fest.

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Heinz Ebeling

Aufgrund der Straßenbauarbeiten im Ort sei die Feuerwehr für einige Male kurzfristig abgemeldet worden. „Wir hätten nicht ausrücken können, weil die Straße nicht befahrbar war“, erklärte Sostmann.

Aber nicht nur Einsätze fahren die Klein Holtensener und Wierser Feuerwehrleute. Sie haben auch die Hydranten überprüft, die Löschwasserzisterne an der Autobahn-Rastanlage Schafstrift getestet und schließlich winterfest gemacht sowie an Übungen mit dem Zug Ost teilgenommen.

Gruppenführer Axel Scholz-Struckmeier stellte fest, dass von den Aktiven mehr als 1000 Dienststunden geleistet wurden, dazu gehörten auch Weiterbildungen und theoretischer Unterricht.

„Bei den Wettbewerben haben wir wieder einmal gesehen, dass uns Wettbewerbe im ersten Halbjahr – mit Platzierungen im vorderen Drittel – besser liegen als die im zweiten Halbjahr“, sagte Scholz-Struckmeier. Bei den Gemeindewettbewerben habe man, trotz Problemen mit einem B-Schlauch, noch den vierten Platz belegen können.

Für die Dorfgemeinschaft in Klein Holtensen und Wiersen ist die Feuerwehr sehr wichtig, denn andere Vereine und Institutionen gibt es dort nicht. So gehört zu den allgemeinen Diensten der Aktiven auch die Organisation des Osterfeuers, das Aufstellen des Weihnachtsbaumes, der Preisskat und vieles mehr.

Für insgesamt 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst wurde Axel Scholz-Struckmeier ausgezeichnet. Die gleiche Ehrung erhält Friedrich-Wilhelm Trute, der an dem Abend verhindert war. Heinz Ebeling wurde für 40-jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet, und Patrick Rieck war im vergangenen Jahr der fleißigste Feuerwehrmann. Dafür erhielt er eine Anerkennung.




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