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Musikalisches Menü zur Fastenzeit

Viel Beifall für „Hannover Brass“ in der St.-Eligius-Kirche

HATTENDORF. Ein stürmischer Wind pfeift durchs Auetal. Regen peitscht gegen die Kirchenmauern. Da rücken die vielen Gäste in St. Eligius noch ein wenig enger zusammen. Dann legen die Musiker von Hannover Brass mit einer feurigen Fanfare los und lassen die Wetterunbilden ganz schnell vergessen.

veröffentlicht am 12.03.2019 um 16:17 Uhr
aktualisiert am 12.03.2019 um 23:00 Uhr

Die Musiker von „Hannover Brass“ begeisterten das Publikum in der St.-Eligius-Kirche in Hattendorf mit ihrem musikalischen Menü. Foto: VHS

Autor:

Volkmar Heuer-Strathmann
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HATTENDORF. Der Kulturverein Auetal hat nicht zu viel versprochen. Dirigent Thomas Eickhoff führt gut gelaunt durch das Programm, mit dem ein weiter Bogen gespannt wird von Johann Sebastian Bach bis zu George Gershwin. Die beherzt aufspielenden Bläser lassen schnell vergessen, welches Werk ursprünglich für Orgel komponiert war. Sie ziehen alle Register. Ohnehin geht es an diesem Nachmittag nicht primär um Kirchenmusik. Da wird eine musikalische „Lasagne“ aufgetischt, bei der die Bläser in ihren Formationen musikalisch gut aufgefächert agieren, da gibt es ein japanisch anmutendes Sushi aus einer Klangwelt mit langsam dahinfliegenden Fischen, da präsentiert man ein ungarisches Gulasch, als sei für manche Menschen nicht eben erst die Fastenzeit angebrochen. An Applaus wird nicht gespart, schon gar nicht bei der Vorstellung der elf Bläser und des Schlagzeugers.

Wer die Augen schließt, wird mit „Porgy and Bess“ von George Gershwin in Bühnenwelten der amerikanischen Oper entführt. An Filmmusik ließe sich ebenfalls denken, wenn die Bläser die beiden Liebenden „singen“ und dahinsinken lassen auf ihre Art. Doch das tragische Ende wird nicht gegeben an diesem Sonntag. Im Gegenteil: Mit „Anything Goes“ von Cole Porter als Zugabe geht man auseinander, noch nicht ahnend, dass während des von größter Spielfreude geprägten Konzerts der Formation Hannover Brass der Winter zurückgekehrt war und wunderschöne Bilder gemalt hatte im Auetal. Wie hieß es doch ein wenig pathetisch bei Harry Emerson Fosdick: „God of Grace and God of Glory!“




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