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Zukunft hängt an bürokratischen Entscheidungen / Brandruine muss abgerissen werden

Viel Geduld ist gefordert

Noch ist die Brandruine „Am Bogen“ in Rehren unangetastet, aber Familie Baule möchte das ändern. Dafür fehlen aber noch bürokratische Entscheidungen.

veröffentlicht am 18.10.2018 um 16:24 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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REHREN. Täglich wird der Familie Baule ihr Schicksal vor Augen geführt, denn die Brandruine des ehemaligen Wohnhauses mit Stallungen in Rehren „Am Bogen“ konfrontiert sie immer wieder damit.

Es war Pfingstsonntag, als ein Knall die Nachbarn aufschreckte. Sie sahen das Feuer im Dachstuhl des Wohnhauses, alarmierten die Feuerwehr und retteten die Pferde aus dem Stall. Menschen waren zu dem Zeitpunkt zum Glück nicht im Haus.

Die Brandursachenkommission der Polizei hatte die Brandruine untersucht und dabei auch den Brandmittelspürhunde „Duke“ eingesetzt. Es gab weder einen konkreten Hinweis auf einen technischen Defekt noch auf Brandstiftung.

Die Brandruine wurde daraufhin freigegeben und die Besitzer verpflichtet, diese räumen zu lassen.

Das ist jetzt fünf Monate her, aber noch ist nichts geschehen. In einem Stall neben der Brandruine stehen zwar wieder Pferde. „Die Pferde waren bei einer Tierärztin untergebracht, aber sie wollten zurück in ihre gewohnte Umgebung“, erklärte Almut Baule auf Anfrage unserer Zeitung. „Und den Tieren ist es egal, wie es um sie herum aussieht. Sie fühlen sich dort wieder zu Hause.“

Jedoch bei der Brandruine, die durch einen Bauzaun abgegrenzt wurde, ist alles unverändert – noch nichts geräumt. „Es ist nicht leicht, das jeden Tag zu sehen“, sagte Almut Baule. „Der Schicksalsschlag hat uns unerwartet und hart getroffen.“

Aber es solle weitergehen mit dem Reiterhof Baule. Die Brandruine solle abgerissen und das Gelände geräumt werden. „Aber noch ist nichts entschieden. Es geht alles nur in Abschnitten voran und viel hängt an bürokratischen Entscheidungen“, so Almut Baule. Die Sommerferien und die damit verbundene Urlaubszeit hätten für Verzögerungen gesorgt. „Immer wieder sind Entscheidungsträger im Urlaub gewesen und so wird uns viel Geduld abverlangt“, stellt Almut Baule fest.

Trotz des herben Schicksalschlags seien sie und ihre Familie sehr dankbar, dass weder Menschen noch Pferde verletzt wurden.

„Das war noch großes Glück im Unglück – und dafür sind wir wirklich dankbar. Vor allem den mutigen Helfern, die die Pferde gerettet haben“, so Almut Baule.




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