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Interesse an Dorfgemeinschaft Rehren ist groß / Bürger wollen anpacken

Volles Haus bei Bürgerversammlung

Sie wollen mit anpacken, gemeinsam feiern und Veranstaltungen organisieren und so Rehren lebenswerter machen, die vielen Bürger, die zur Versammlung in den Spiegelsaal gekommen sind. Wird am 25. März eine Dorfgemeinschaft gegründet? Ortsvorsteher Jörn Lohmann glaubt fest daran.

veröffentlicht am 29.01.2019 um 16:44 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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REHREN. Damit haben die Organisatoren der Bürgerversammlung um Rehrens Ortsvorsteher Jörn Lohmann nicht gerechnet. Trotz widriger Wetterverhältnisse kamen über 60 Rehrener in den Spiegelsaal der Alten Molkerei – alle Stühle waren besetzt.

„Wir sind freudig überrascht. Mit so einer positiven Resonanz haben wir niemals gerechnet“, stellte Lohmann bei der Begrüßung fest.

Positiv war nicht nur die hohe Anzahl interessierter Rehrener, auch die Atmosphäre war überaus positiv. Niemand kritisierte die Gemeindeverwaltung für irgendwelche Gräben, die nicht geräumt werden, oder Friedhöfe, die nicht ausreichend gepflegt werden, sondern alle waren an einem besseren Miteinander der Bürger des Auetal-Mittelpunktes interessiert. Und genau darum geht es den Organisatoren der Bürgerversammlung, die gerne eine Dorfgemeinschaft gründen möchten. Das erläuterte auch Jonas Pons, der den Anwesenden den Ablauf des Abends erläuterte.

Zunächst informierte Bürgermeister Heinz Kraschewski über die vonseiten der Gemeinde anstehenden Projekte in Rehren. „Bei den vielen interessierten Rehrenern fällt mir zunächst ganz spontan ein – wir brauchen eine Stadthalle“, so Kraschewski humorig. Dann informierte er über das Baugebiet Teichbreite, den geplanten Kita-Neubau, die Sanierungsarbeiten an der Grundschule und die geplante Erweiterung des Gewerbegebietes. Auch einen Wermutstropfen hatte Kraschewski zu verkünden. Die Rewe Group, die den Neubau eines Penny-Marktes plant, hat es nicht eilig mit dem Neubau.

„Die Rewe-Group wird nicht vor 2020 an der Rehrener Straße bauen. Wir hatten gehofft, dass der geplante Neubau als Anker für die Umgestaltung des Marktplatzes genutzt werden könnte, aber das wird wohl nichts“, so der Bürgermeister.

Torben Stemme, Ortsvorsteher in Bernsen, informierte über die Struktur und die Aktivitäten des Heimatvereins Bernsen, der dort die Dorfgemeinschaft zusammenhält.

Ulli Danne stellte fest: „Ich bin jetzt Rentner und das gefällt mir nicht. Beim Haareschneiden habe ich oft mit Andrea Wiemann darüber gesprochen, was uns in Rehren nicht gefällt, und schließlich haben wir entschieden, dass wir da etwas ändern müssen. Die Bürger von Rehren müssen etwas ändern. Wir müssen das Gemeinschaftsgefühl stärken.“

Das ginge durch Veranstaltungen wie ein Seifenkistenrennen oder einen Tanz in den Mai, aber auch, wenn einige Helfer Farbe und Pinsel in die Hand nähmen und das Geländer an der Aue in der Steinbeeke streichen würden.

Dem stimmten zahlreiche Rehrener zu und zeigten sich auch willig, mit anzupacken.

Raus aus der Lethargie, die Gemeinsamkeit fördern, Feste und Veranstaltungen organisieren, nicht alles auf die Verwaltung abschieben, sich gegenseitig in die Augen schauen und gemeinsam die Ärmel hochkrempeln – waren einige Vorschläge aus den Reihen der Bürger.

Aber auch die Verkehrssicherheit, mehr Familienfreundlichkeit, schnelleres Internet, Wirtschaftswege als Radwege aufpeppen, waren Anliegen der Rehrener. Auf Zetteln sammelten die Organisatoren alle Ideen und Wünsche und wollen diese nun auswerten. Am Montag, 25. März, um 19 Uhr findet im Spiegelsaal das nächste Treffen statt. Dann sollen die Wünsche besprochen und vielleicht eine Dorfgemeinschaft als eingetragener Verein gegründet werden. 31 Rehrener haben sich als potenzielle Mitglieder in eine Liste eingetragen. Es könnte also klappen mit dem neuen Verein.




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