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Poggenhagener Ortsvorsteherin Ulrike Frey verteilt Warnwesten an Auetaler Bürger

Wandern für den Hospizverein

POGGENHAGEN. Ulrike Frey meint es gut mit den Auetalern. Sie verteilt Warnwesten für mehr Sicherheit von Fußgängern. Außerdem spendet sie nicht nur Zeit für den Hospizverein, sondern auch Geld.

veröffentlicht am 14.09.2018 um 15:47 Uhr
aktualisiert am 14.09.2018 um 19:20 Uhr

Ortsvorsteherin Ulrike Frey will am kommenden Samstag ihren ersten Mega-Marsch in Köln bestreiten und macht diesen zu einem Spendenmarsch für den Hospizverein. Außerdem hält sie Warnwesten für Auetaler bereit, um für mehr Sicherheit von Fußgängern zu
Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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POGGENHAGEN. Ulrike Frey ist Ortsvorsteherin von Poggenhagen, SPD-Ratsfrau und seit einigen Wochen auch ausgebildete Sterbegleitung für den Hospizverein Obernkirchen/Auetal. „Ich habe mich über den Kurs ,Leben bis zuletzt‘ zur Sterbebegleiterin ausbilden lassen, weil ich die Arbeit sehr wichtig finde und ich glaube, dass ich recht gut darin bin“, sagte Ulrike Frey. Vermittelt wird sie künftig ausschließlich über die Koordinatorinnen des Hospizvereins, die die mehr als 30 Sterbebegleiter in der Region verwalten und je nach Bedarf passend zuteilen.

Ulrike Frey hat sich, auch aus eigenen gesundheitlichen Gründen, mit dem Sterben und der Sterbebegleitung auseinandergesetzt. Allerdings denkt die 50-Jährige selbst noch lange nicht ans Sterben – im Gegenteil, sie ist aktiv wie nie. „Seit einigen Jahren trainiere ich in Rolfshagen in der Physiotherapiepraxis Ostermeier im Milon-Zirkel und dadurch bin ich gesund und fit geworden“, erzählt Frey, die sich am nächsten Wochenende einer ganz besonderen sportlichen Herausforderung stellen will. „Ich werde in Köln meinen ersten Mega-Marsch bestreiten“, so Frey. 100 Kilometer wandern in 24 Stunden – also Tag und Nacht, mit nur ganz kleinen Pausen an verschiedenen Verpflegungsstationen. Durch ihren Bruder, der Triathlet und Marathonläufer ist, sei sie zum Marschieren gekommen.

„Ich habe für den Marsch trainiert und ich bin sicher, dass ich das schaffe“, zeigt sich die Ortsvorsteherin zuversichtlich. Für jeden Kilometer, den sie schafft, will sie einen Euro an den Hospizverein spenden. „Vielleicht gibt es ja Menschen, die mich dabei unterstützen und ebenfalls für die gute Sache spenden?“, so Frey. Auf ihrer privaten Facebook-Seite könnten sich Interessenten melden, die ihren Spendenlauf unterstützen möchten. Die Seite ist öffentlich und unter ihrem Namen zu finden. Dort wird auch aktuell über ihren Marsch informiert.

„Mein persönliches Ziel ist es, innerhalb von 22 Stunden anzukommen, aber auch wenn ich es nicht bis ins Ziel schaffe, die 100 Euro spende ich in jedem Fall an den Hospizverein“, so Frey.

Bei ihrem Training für den Mega-Marsch ist Ulrike Frey auf den Straßen und Wegen im Auetal unterwegs gewesen – oft in Begleitung ihres Hundes. „Dabei ist mir aufgefallen, dass die Auetaler Straßen zum Teil sehr gefährlich sind. Es gibt in unserer Gemeinde unheimlich viele Strecken ohne Bürgersteige und oft ist es wirklich sehr eng“, so die Poggenhagenerin. Sie habe sich daher angewöhnt, immer mit einer Warnweste bekleidet unterwegs zu sein und da ihr die Sicherheit der Auetaler, hier vor allem die der Kinder, sehr am Herzen liegt, hat die Ortsvorsteherin beschlossen, kostenlos Warnwesten an die Auetaler zu verteilen.

„Ich kann keine Bürgersteige im Auetal bauen lassen, aber ich kann mit den Warnwesten für etwas mehr Sicherheit der Fußgänger sorgen“, weiß Frey, denn wer eine gelbe Weste trage, der werde von Autofahrern besser gesehen. Wer eine Warnweste haben möchte, könne einfach an ihrer Tür in Poggenhagen klingeln und sich eine abholen.




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