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Zwei Kandidaten stellen sich zur Wahl des Vorsitzenden / Rehrener wollen sich in ihrem Ort engagieren

„WIR in Rehren“ wird gegründet

Auch in Rehren soll jetzt eine Dorfgemeinschaft gegründet werden. Ein Team engagierter Bürger hat das auf den Weg gebracht. Man hofft, dass viele Rehrener Mitglied werden und mitarbeiten.

veröffentlicht am 19.03.2019 um 17:23 Uhr
aktualisiert am 19.03.2019 um 18:50 Uhr

Selbstverständlich auch ein Thema für die Rehrener: der Marktplatz, der attraktiver gestaltet werden soll. Foto: la
Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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REHREN. Rehren bekommt eine Dorfgemeinschaft, die ein eingetragener Verein werden soll und vermutlich den Namen „WIR in Rehren“ erhält. Die Gründungsversammlung findet am Montag, 25. März, um 19 Uhr im Spiegelsaal der Alten Molkerei in Rehren statt.

Das Vorbereitungsteam mit Andrea Wiemann, Inge Pons, Ulli Danne, Jonas Pons, Nick Pennings und Ortsvorsteher Jörn Lohmann hat ganze Arbeit geleistet. Schon die erste Zusammenkunft Ende Januar war mit mehr als 60 Rehrener Bürgern bestens besucht – die Werbung der Organisatoren hatte sich gelohnt.

Schnell war man sich einig, dass ein Verein gegründet werden soll, der sich für die Rehrener, den Ort und dessen Weiterentwicklung einsetzt, in dem Mitglieder aktiv werden, die dabei mit anpacken wollen. 36 Rehrener hatten ihr Interesse an einer Mitgliedschaft und Mitarbeit bekundet.

Am Montag fand nun das Vorbereitungstreffen für die Gründungsversammlung statt. Auch hierzu kamen 20 Interessierte. Sie einigten sich auf den Namensvorschlag „WIR in Rehren“ und auf einen Satzungsentwurf. „Selbstverständlich wird über alles erst bei der Gründungsversammlung abstimmt, aber so haben wir schon eine gute Vorarbeit geleistet“, freute sich Jörn Lohmann.

Der Mitgliedsbeitrag soll mit 25 Euro pro Jahr für Erwachsene und 35 Euro für Familien günstig sein. Für die Vorstandsämter haben sich Mitarbeiter aus dem Organisationsteam gefunden. Für den Vorsitz werden Jonas Pons und Ulli Danne kandidieren. „Die Gründungsmitglieder entscheiden, wer schließlich an der Spitze stehen wird“, so Lohmann.

Auch eine erste Veranstaltung von „WIR in Rehren“ ist schon geplant – eine Müllsammelaktion mit anschließendem Grillen. Beim ersten Treffen hatten die Rehrener ihre Wünsche für den Ort auf Zetteln geschrieben. Das Team um Ortsvorsteher Lohmann hat diese inzwischen ausgewertet und in fünf Kategorien aufgeteilt. Dabei ging es in den meisten Fällen – nämlich bei 31 Prozent der Wünsche – um den Verkehr und die Sicherheit in Rehren oder auch das Ortsbild. Außerdem liegen das Gemeinwesen und die Marktplatzsituation den Bürgern am Herzen.

Lediglich in Sachen Bildung und Betreuung gibt es wenige Verbesserungswünsche, denn diese Kategorie nimmt nur sechs Prozent ein. Das sind die Bürger, die sich einen Kita-Neubau für Rehren wünschen – und der ist ja bereits beschlossene Sache.

Und was wünschen sich die Rehrener nun?

Meist sind es Dinge, die die Kommunikation und das Miteinander der Bürger fördern würden. Ein Neujahrsempfang für Neubürger, eine Austauschplattform für Jung und Alt, jährlich wiederkehrende Veranstaltungen, ein Café am Marktplatz, ein Kulturzentrum für Veranstaltungen, einen Straßenflohmarkt oder Straßenfeste sowie Feste aller Vereine.

Der Marktplatz soll durch Bänke und Blumenschmuck aufgewertet werden. Außerdem wünscht man sich mehr Einkaufsmöglichkeiten, eine grundsätzliche Neugestaltung des Marktplatzes und immer wieder ein Café oder Eiscafé.

Im Ort sollen die Pflege der Grünflächen optimiert, Gehwege ausgebessert und die Spielplatzsituation verbessert werden. Allgemein soll mehr auf Sauberkeit im Ort geachtet werden. Hier wollen die Rehrener selbst mit anpacken und zum Beispiel die Aktion „Saubere Landschaft“ einführen. Die Sanierung der Steinbeeke, des Aue-Geländers und der -mauer gehören ebenfalls zu den Verschönerungswünschen.

In Sachen Verkehr und Sicherheit ist einmal mehr eine Entschärfung der Landesstraße 434 gefordert worden. Die Anbindung an den Busverkehr sollte verbessert werden und eine Verbesserung der Lichtverhältnisse am neuen Schulweg.

Ein verbessertes Radwegenetz wünschen sich die Rehrener, damit sie ihre Kinder auch mal mit dem Rad ins Freibad schicken oder einfach eine Radtour durch das Auetal genießen können. Auch die Wander- und Laufwege müssten wieder einmal saniert werden.

Beim kürzlich stattfindenden Informationstreffen zum Verkehr in Rehren, zu dem die CDU Experten und Bürger eingeladen hatte, waren bereits ein Kreisel und eine Querungshilfe zwischen Marktplatz und Apotheke gefordert worden. Hier wurden Anregungen gesammelt, die in den nächsten Wochen auf Machbarkeit geprüft werden. Die neu zu gründende Dorfgemeinschaft wird sich sicher auch dort mit einbringen.




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