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Ortsbrandmeister Dirk Wente: „Angriffe auf Rettungskräfte sind inakzeptabel!“

Zwölf Alarmierungen

Klein aber aktiv und nicht minder wichtig als andere Ortsfeuerwehren. Die Rannenberger hatten ihre Versammlung.

veröffentlicht am 21.01.2019 um 17:43 Uhr

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Kerstin Lange

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Kerstin Lange Redakteurin zur Autorenseite
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RANNENBERG. Auch wenn die Ortsfeuerwehr Rannenberg von Angriffen oder Gaffern bislang weitgehend verschont gebleiben ist, war das Thema für Ortsbrandmeister Dirk Wente doch so wichtig, dass er es während der Jahreshauptversammlung im Dorfgemeinschaftsraum in Rannenberg ansprach.

„Es ist einfach eine inakzeptable Entwicklung, dass Angriffe auf Rettungskräfte immer mehr zunehmen“, so Wente. „Sicherlich ist diesbezüglich wohl zwischenzeitlich die Rechtslage angepasst worden, aber man muss beobachten, ob die aufgezeigte Reaktion des Gesetzgebers ausreichend war, um die Problematik in den Griff zu bekommen.“

Insgesamt ist die Ortsfeuerwehr Rannenberg im vergangenen Jahr zwölf Mal alarmiert worden. Zu neun Bränden, einem Gefahrgutunfall und zwei technischen Hilfeleistungen rückten die Feuerwehrleute aus. Fünf Mal stellte sich heraus, dass kein Einsatz notwendig war.

Die Mitgliederzahlen der kleinen Feuerwehr im Auetaler Bergdorf sind niedrig, aber stabil. „Vier Austritten standen sogar sechs Eintritte gegenüber. Aber niemand ist bereit, die Feuerwehr aktiv zu unterstützen“, bedauerte Wente und appellierte zum wiederholten Mal an die Einwohner in Rannenberg und Bodenengern, sich in der Feuerwehr ehrenamtlich zu engagieren.

Gemeindebrandmeister Michael Möller hofft, trotz der problematischen Altersstruktur, auf weitere Jahre der Feuerwehr Rannenberg. „Unterstützung wird es vonseiten der Gemeindefeuerwehr so lange wie nötig geben“, versprach Möller.

Thomas König, Ortsbrandmeister in Rehren-Westerwald, betonte die gute Zusammenarbeit mit den Rannenbergern und hofft, dass diese noch lange so weitergeht.

„Nur gemeinsam im Zug Auetal-Mitte mit den Wehren aus Rehren, Escher und Rannenberg können die vielfältigen Aufgaben bewältigt werden“, so König.

„Faszinierend finde ich den Enthusiasmus und die Ernsthaftigkeit, mit denen ihr an eure Aufgaben herangeht. Dafür habt ihr unser aller Anerkennung und Wertschätzung verdient“, stellte Bürgermeister Heinz Kraschewski fest und stellte heraus, wie wichtig die Feuerwehr für das Dorfleben in Rannenberg ist.

Das zeigten auch die zahlreichen Veranstaltungen, auf die Wente in seinem Bericht zurückblickte. Von der Feuerwehrparty über ein Bouleturnier bis zum Skat- und Knobelabend waren alle gut besucht. Außerdem haben die Rannenberger Feuerwehrleute einen mehrtägige Fahrt nach Berlin unternommen.

Herausragend sind die Rannenberger nach wie vor bei Wettkämpfen. Hier konnten wieder zahlreiche gute Platzierungen abgeräumt werden.

Befördert wurden von Ortsbrandmeister Dirk Wente Detlef Schulte und Uwe Wente zum Ersten Hauptfeuerwehrmann und die stellvertretenden Ortsbrandmeisterin, Silke Wente, zur Hauptlöschmeisterin.

Für 70-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Rannenberg wurde Hermann Schulte geehrt. Friedrich-Wilhelm Stummeier ist seit 50 Jahren Mitglied in der Ortsfeuerwehr und Hermann Hülshoff seit 25 Jahren.




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