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15 Briten beantragen Einbürgerung

LANDKREIS. Das Brexit-Chaos löst bei vielen Menschen Ängste aus. So wissen auch die in Deutschland lebenden Briten nicht, welche Folgen ein ungeordneter Ausstieg Großbritanniens aus der EU für sie hätte. Dies macht sich auch beim Landkreis bemerkbar: Seit Anfang des Jahres haben in Schaumburg bereits 15 britische Staatsbürger den Antrag auf Einbürgerung gestellt.

veröffentlicht am 18.01.2019 um 18:43 Uhr
aktualisiert am 18.01.2019 um 19:25 Uhr

Brexit-dpa
„Das ist bemerkenswert“, sagt Kreisdezernentin Andrea Stüdemann.

Vor allem vor dem Hintergrund, dass es im ganzen vergangenen Jahr nur neun Einbürgerungen britischer Staatsbürger gegeben hat. „Einen Spitzenwert hatten wir 2017 mit 17 Einbürgerungen“, so Stüdemann. Als EU-Bürger haben sie alle automatisch die doppelte Staatsbürgerschaft erhalten. Mit dem Austritt Großbritanniens aus der EU – aktuell ist der 29. März vorgesehen, sollte Premierministerin Theresa May keine Fristverlängerung erwirken – würden Briten diese Möglichkeit nach einer Übergangszeit verlieren.

Mit der schriftlichen Zusage für die Einbürgerung in Deutschland müssten die Betroffenen dann die Entlassung aus der britischen Staatsangehörigkeit beantragen, erklärt Benjamin Lorenz, Sachbearbeiter in der Ausländerbehörde. Bei vollständigen Unterlagen dauere der Einbürgerungsprozess für EU-Bürger zwei bis drei Monate. Wer also auch nach dem Brexit alle Vorzüge behalten wolle, müsse schnell handeln. Sonst müssen Briten hier Aufenthaltsgenehmigungen und Arbeitserlaubnisse beantragen. col




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