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Bundesweite Corona-Notbremse

Ab heute gilt in Schaumburg eine Ausgangssperre  / Das muss man wissen

LANDKREIS. Ab Samstag sind nach Auswertung der RKI-Daten 17 Landkreise in Niedersachsen von der Corona-Ausgangssperre betroffen. Schaumburg ist einer davon. Das sind die aktuellen Corona-Zahlen für Samstag

veröffentlicht am 24.04.2021 um 08:00 Uhr
aktualisiert am 24.04.2021 um 10:49 Uhr

Für Landkreise, die am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag eine Sieben-Tage-Inzidenz von 100 überschritten haben - das trifft für Schaumburg zu - gelten ab Samstag Ausgangsbeschränkungen zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens. Bis Mitternacht darf man sich noch allein an der frischen Luft bewegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gibt an, wie viele Coronavirus-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner es binnen einer Woche gab.

Nach Auswertung der RKI-Daten ab Samstag ist auch der Landkreis Schaumburg betroffen. Außerdem die Kreise Cloppenburg, Delmenhorst, Emsland, Grafschaft Bentheim, Helmstedt, Nienburg, Oldenburg, Osnabrück, Peine, Stade, Vechta und Wolfenbüttel, die Region Hannover sowie die Städte Osnabrück, Salzgitter und Wolfsburg.

Das neue Infektionsschutzgesetz sieht wegen der Corona-Pandemie eine bundeseinheitliche nächtliche Ausgangssperre in Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 an drei Tagen nacheinander vor. Foto: dpa

dpa/odt

Was bedeutet die bundesweite Notbremse außerdem für Schaumburg? 

Kontakte: Die Angehörigen eines Haushalts dürfen sich ab einer Inzidenz von 100 nur noch mit einem weiteren Menschen treffen. Maximal dürfen fünf Menschen zusammenkommen, Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgerechnet.

Schule: Ab einer Inzidenz von 100 ist bundesweit Wechselunterricht vorgeschrieben. Ab einem Wert von 165 wird nur noch Distanzunterricht erlaubt. Es bleibt bei einer Testpflicht für Schülerinnen und Schüler. Beim Thema Schulschließungen hält Niedersachsen zunächst an seiner strikteren Regelung fest, ab einer Inzidenz von 100 in den Distanzunterricht zu wechseln.

Arbeit: Die Homeofficepflicht wurde im Infektionsschutzgesetz verankert.  Wenn kein Homeoffice möglich ist, muss in den Betrieben getestet werden.

Einkaufen: bei einer Inzidenz zwischen 100 und 150 können Einzelhandelsgeschäfte nach vorheriger Terminbuchung besucht werden. 

Sport: Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz über 100 soll Sport nur noch "allein, zu zweit oder mit den Angehörigen des eigenen Hausstands" erlaubt sein. Eine Ausnahme soll für Kinder unter 14 Jahren gelten: Sie sollen "in Gruppen von höchstens fünf Kindern" gemeinsam Sport treiben dürfen.

Beerdigungen: Bei einer Inzidenz ab 100 dürfen sich bei Trauerfeiern höchstens 30 Personen versammeln (statt wie zuerst vorgesehen nur 15)

Parks und Zoos: Ab Inzidenz 100 dürfen Außenbereiche von Zoos oder botanischen Gärten grundsätzlich weiter öffnen können, wenn "angemessene Schutz- und Hygienekonzepte" eingehalten werden. Ab sechs Jahren müssen Besucher einen negativen Corona-Test vorweisen.

Körpernahe Dienstleistungen: Friseur- und Fußpflegebetriebe dürfen auch bei Inzidenzen über 100 weiterhin ihre Kundinnen und Kunden empfangen.

odt




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