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Politik und Bürgerinitiative streiten um die Umgehung, wollen aber beide die Bundesstraße bändigen

An der B 65 soll es ruhiger werden

NIENSTÄDT. Noch bis zum 27. Mai liegt in der Verwaltung der Samtgemeinde Nienstädt der Lärmaktionsplan aus, den die Gemeinde laut EU-Recht aufstellen musste (wir berichteten). Im Mittelpunkt steht die Situation an der B 65. Die Linie der Gemeinde: Sie will eine Umgehungsstraße, die Linie der Bürgerinitiative pro alte B 65 (BIPAB): Sie will keine Umgehungsstraße. Die BIPAB hält den Lärm auf der Nienstädt-Durchfahrt für nicht so schwerwiegend, dass dafür eine Umgehung durch die Landschaft asphaltiert werden müsste.

veröffentlicht am 24.04.2019 um 00:00 Uhr

Michael Neumann (links), Kristin Kolbe-Schade und Uwe Goth finden die jetzige B 65 im Prinzip gut, ein wenig ruhiger darf es aber schon sein. Letzteres meint auch die Gemeinde. Foto: ab
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Arne Boecker Reporter
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Einig sind sich Gemeinde und BIPAB, dass in jedem Fall der Verkehr auf der B 65 beruhigt und klug durch Nienstädt geleitet werden muss. Hierzu gibt es viele Ideen – auf beiden Seiten.

„Lärmminderungsstrategien und -potenziale“ ist das Kapitel im Lärmaktionsplan überschrieben, das helfen soll, die B 65 zu entschärfen. Einige der Vorschläge zur Umgestaltung der B 65:

Auftrag eines lärmarmen Fahrbahnbelags

An „Hotspots“ (Beispiel: Hüttenstraße/Niedernkamp) dürfen Lastkraftwagen zwischen 22 und 6 Uhr nur noch 30 Stundenkilometer schnell fahren.

Radfahrstreifen vergrößern den Abstand zwischen der Lärmquelle (Autos, Lastkraftwagen) und den Wohnhäusern. Hierzu heißt es im Lärmaktionsplan: „Zweistreifige Verkehrsführung im Zuge der B 65, Einziehung der jeweils rechten Fahrstreifen zugunsten der Anlage von Radfahrstreifen“.

Die Bürgerinitiative pro alte B 65 vertritt grundsätzlich die Ansicht, dass es sich bei der heutigen Bundesstraße um eine „funktionierende“ Verbindung handelt. Aber auch die BI macht sich Gedanken über die Straße. Im Mittelpunkt: Wie verhindert man, dass Auto- und Lastwagenfahrer, die Staus auf der A 2 meiden, auf die B 65 ausweichen? Unter anderem sollen Engstellen, Ampeln und Tempo-30-Zonen an neuralgischen Punkten verhindern, das A2-Ausweicher durch Nienstädt kurven.

Während der Lärmaktionsplan ausliegt, können Bürger, Vereine und Verbände Stellungnahmen zu dem 33-Seiten-Werk abgeben. Dann hat der Rat das Wort, er wird sich wahrscheinlich Ende Juni mit dem Plan beschäftigen.




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