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Gemeinde investiert in diesem Jahr 570 000 Euro / Neue Einigkeit im Rat

Apelern nimmt sich viel vor

APELERN. Mehr als eine halbe Million Euro investiert die Gemeinde Apelern in 2019 in seine Infrastruktur. Und dafür benötigt sie nicht einmal einen neuen Kredit. Kein Wunder, dass es ungewöhnlich harmonisch zuging in dem zuvor häufig verkrachten Gremium.

veröffentlicht am 11.01.2019 um 17:13 Uhr

Der Fußweg an der Parkstraße wird 2019 erneuert. Foto: gus

Autor:

Guido Scholl
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APELERN. Der ausgeglichene Haushalt hat ein Volumen von 2,6 Millionen Euro. Das Jahresergebnis weist sogar einen Überschuss von rund 136 000 Euro aus. Grund dafür ist nach Worten von Kämmerer Martin Schellhaus der Grundstücksverkauf für das geplante Baugebiet an der Appeldorner Straße (wir berichteten).

Investieren will Apelern 230 000 Euro in die Bückebergstraße in Reinsdorf. Am Friedhof bei Apelern sollen neue Parkplätze für 60 000 Euro entstehen. 65 000 Euro kostet die dringende Sanierung des Kriegerdenkmals, 100 000 Euro sind für Arbeiten am Reinsdorfer Dorfgemeinschaftshaus vorgesehen. Die Erneuerung des Gehwegs an der Parkstraße in Apelern wird mit 70 000 Euro veranschlagt.

Für die Straßenbeleuchtung sind 15 000 Euro eingeplant. Auch für eine Brückensanierung in Lyhren hält der Haushalt noch einmal 30 000 Euro als „Investitionspuffer“, so Schellhaus, bereit. Der Hauptteil des Geldes war bereits im Vorgänger-Etat berücksichtigt worden. Hinzu kommen noch 15 000 Euro für Arbeiten an einem Verbindungsweg zwischen Groß Hegesdorf und Soldorf.

So summieren sich gut 570 000 Euro für alle Investitionen im Jahr 2019. Um diese zu stemmen, muss die Gemeinde kein neues Darlehen aufnehmen, wie Schellhaus unterstrich. Die 486 Euro beträgt die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde zum Ende des Jahres. Bei rund 2440 Einwohnern ergibt dies immerhin etwa 1,18 Millionen Euro. Das meiste Geld führt die Gemeinde an Landkreis und Samtgemeinde ab. Insgesamt summieren sich bei diesen beiden Umlagen rund zwei Millionen Euro.

SPD-Sprecher Dietmar Weh mahnte trotz der an sich günstigen Situation dazu, in Zukunft auch mal den einen oder anderen Wunsch von der Liste zu streichen. Denn auch auf lange Sicht solle die Gemeinde finanziell handlungsfähig bleiben. Die Gruppe SPD/CDU habe gegen den Haushaltsplan dennoch nichts einzuwenden.

Für WGN/Grüne bezeichnete Daniela Kastning (WGA) den Etat als „mindestens erwähnenswert“. Nicht nur weil sich die Gemeinde viel vorgenommen habe, sondern weil der Rat das Zahlenwerk mit ungewohnter Einigkeit auf den Weg gebracht habe. Sie forderte zudem die Einwohner auf, den Rat weiter mit Anregungen zu füttern, damit die Gemeinde stetig vorankomme.




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