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Quote in Schaumburg beträgt im November 5,6 Prozent / Wirtschaft beklagt Fachkräftemangel

Arbeitslosigkeit sinkt minimal

Die Arbeitslosigkeit im Landkreis Schaumburg ist im November im Vergleich zum Vormonat minimal gesunken. Waren im Oktober kreisweit 4566 Menschen arbeitslos gemeldet, waren es nach Angaben der Agentur für Arbeit im November noch 4550, also 16 weniger.

veröffentlicht am 30.11.2018 um 11:41 Uhr

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Autor:

Stefan Rothe
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LANDKREIS. Die Arbeitslosenquote blieb damit konstant bei 5,6 Prozent, vor genau einem Jahr hatte sie noch 5,7 Prozent betragen.

In den vergangenen Monaten ist die Arbeitslosigkeit in Schaumburg allerdings deutlich zurückgegangen: Im August hatte die Quote noch 6,3 Prozent betragen, im September waren es 5,9 Prozent gewesen.

Am höchsten ist die Quote mit 6,7 Prozent bei den Personen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren. In der Altersgruppe von 50 bis 65 Jahren beträgt sie hingegen nur 4,9 Prozent.

Die Zahl an gemeldeten offenen Stellen ist im Verlauf des November kreisweit um 142 auf nunmehr 1361 gesunken. Im ablaufenden Monat haben in Schaumburg 328 zuvor arbeitslose Menschen eine sozialversicherungspflichtige Arbeit aufgenommen.

Die Zahl der unterbeschäftigten Personen, die die Zahl der Arbeitslosen plus der in Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen befindlichen Erwerbsfähigen umfasst, betrug im November kreisweit 6560.

Im Stadthäger Geschäftsstellenbereich der Agentur für Arbeit ist die Zahl der Arbeitslosen im November um 30 auf aktuell 3347 gesunken. Damit liegt die Arbeitslosenquote bei 5,5 Prozent, vor genau einem Jahr hatte sie noch 5,6 Prozent betragen. Seit Jahresbeginn gab es hier insgesamt 10 546 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 355 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hingegen gab es seit Januar 10 760 Abmeldungen von Arbeitslosen.

Leichter Anstieg: Rinteln geht gegen den Trend

Leicht gegen den Trend verhielt sich im November die Zahl der Arbeitslosen im Geschäftsstellenbereich Rinteln. Hier gab es im Vergleich zum Oktober 14 Arbeitslose mehr, die Zahl stieg auf 1203. Die Quote blieb freilich unverändert bei 6,0 Prozent, vor exakt einem Jahr hatte sie 6,1 Prozent betragen. Der Bestand an gemeldeten offenen Arbeitsstellen ist hier im November um 113 Stellen auf 407 gesunken, im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es 230 Arbeitsstellen weniger. Arbeitgeber meldeten im November 109 neue Arbeitsstellen, 13 mehr als vor einem Jahr. Seit Januar gingen 1311 Arbeitsstellen ein, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das eine Abnahme von 238 Stellen.

Gerhard Durchstecher, Geschäftsführer der für Schaumburg zuständigen Agentur für Arbeit in Hameln, kommentiert die aktuelle Situation auf dem hiesigen Arbeitsmarkt: „Der Mangel an Fachkräften in diversen Branchen wird von der lokalen Wirtschaft als ein immer größeres Wachstumshindernis angesehen.“ Zur Gegensteuerung habe die Arbeitsagentur Hameln in diesem Jahr rund 4,2 Millionen Euro in die Förderung der beruflichen Weiterbildung von arbeitslosen Menschen und zusätzlich 1,5 Millionen Euro in die Qualifizierung von Beschäftigten in Unternehmen gesteckt. „Damit sind über 1000 Menschen für den aufnahmefähigen Arbeitsmarkt fit gemacht worden“, sagt Durchstecher.




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