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SPD-Politikerin Marja-Liisa Völlers (32) rückt in den Bundestag nach

Aufgewühlt

STADTHAGEN. „Erste Signale, dass da was im Busche ist“, hat Marja-Liisa Völlers nach eigenem Bekunden schon am Mittwochabend „aus Parteikreisen in Hannover“ bekommen. Donnerstagvormittag wurde es für die SPD-Politikerin dann amtlich: Sie rückt in den Bundestag nach.

veröffentlicht am 16.11.2017 um 16:39 Uhr

Wohl einer ihrer letzten Arbeitstage an der IGS Schaumburg für Marja-Liisa Völlers. Foto: rg

Autor:

Stefan Rothe
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STADTHAGEN. „Erste Signale, dass da was im Busche ist“, hat Marja-Liisa Völlers nach eigenem Bekunden schon am Mittwochabend „aus Parteikreisen in Hannover“ bekommen. Donnerstagvormittag wurde es für die SPD-Politikerin dann amtlich: Die Braunschweiger SPD-Bundestagsabgeordnete Carola Reimann wurde als niedersächsische Sozialministerin nominiert. Da war klar, dass die Münchehägerin Völlers als erste Nachrückerin auf der SPD-Landesliste Reimanns Mandat übernimmt und in den Bundestag einzieht.

„Das ist aufwühlend im positiven Sinn“, bekundete die 32-Jährige gestern in einer ersten Reaktion: „Ich freue mich riesig, dass ich künftig den Wahlkreis in Berlin vertreten kann.“ Trotz dieser Stimmungslage sei es ihr gestern aber gelungen, „einen ganz normalen Unterrichtstag abzuhalten“, erklärte Völlers, die bis jetzt als Studienrätin an der Stadthäger IGS gearbeitet hat: „Da ist man professionell genug.“ Von vielen Kollegen sei sie spontan mit Glückwünschen überhäuft worden, berichtete Völlers. Am Nachmittag war sie im Regionalentwicklungs-Ausschuss des Nienburger Kreistags tätig.

Als erste Nachrückerin habe sie „natürlich immer gehofft, dass es noch klappen kann, aber das sei eine sehr unberechenbare Situation“, sagte sie: „In diesem Moment kam die Sache für mich doch eher überraschend.“

Die Lehrerin und künftige Bundestagsabgeordnete ging gestern davon aus, auch am heutigen Freitag auf jeden Fall noch Dienst in der IGS zu tun. „Wie es dann in der kommenden Woche weitergeht, wird sich wohl am Wochenende herauskristallisieren“, vermutete Völlers. Sie sei darauf eingestellt, schon sehr bald das erste Mal nach Berlin zu fahren, „um dort die Unterschrift als Abgeordnete zu leisten“.

In Berlin und im Bundestag müsse sie in den nächsten Wochen dann „erst einmal ankommen“, meinte die Nachrückerin. Es werde darum gehen, „die SPD-Fraktion kennenzulernen und die Strukturen etwas von innen zu beschnuppern“. Das werde die erste Zeit sehr prägen. Fragen wie die anstehende Wohnungssuche und das Zusammenstellen eines Mitarbeiterstabes „lasse ich erstmal auf mich zukommen“, so Völlers Ihr komme es darauf an, so schnell wie möglich in die inhaltliche Arbeit einzusteigen, betonte die künftige Abgeordnete. Ihr Wunsch sei es, besonders in den Bereichen Soziales und Familie und Gesundheit tätig werden zu können. Mit Blick auf Ausschuss-Sitze müsse sie aber „erst mal gucken, was noch möglich ist“.

„Das freut mich für sie persönlich sehr“, bekundete der Schaumburger SPD-Chef Karsten Becker. „Und für die Bürger in Schaumburg ist es gut, eine Vertreterin zu haben, die auch die Perspektive der Opposition im Bundestag hier im Wahlkreis widerspiegeln kann“, fügte Becker hinzu.

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