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Beratung, Unterstützung und Sponsorengewinnung / Konstituierende Sitzung am Mittwoch

Beirat soll Kreisfeuerwehr Rücken stärken

LANDKREIS. Die Aufgaben der Feuerwehr reichten heutzutage weit über die traditionelle Brandbekämpfung wie in den Anfangszeiten vor 150 Jahren hinaus, sagt Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote. Gleichzeitig gestalte sich die Nachwuchsgewinnung immer schwieriger. Um diesen Problemlagen Herr zu werden, hat die Kreisfeuerwehr Schaumburg bereits im März 2016 beschlossen, einen Beirat zu gründen. Die konstituierende Sitzung findet am Mittwoch statt.

veröffentlicht am 16.04.2018 um 18:22 Uhr

Kreisbrandmeister Grote. Foto: tol

Autor:

Mira Colic
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„Von dieser Maßnahme erhoffen wir uns“, so Grote, „eine bessere örtliche Vernetzung in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft zu erreichen.“ So sei es die Aufgabe der Beiratsmitglieder, dem Verband beratend zur Seite zu stehen, Kontakte herzustellen sowie Projekte zu unterstützen – beispielsweise bei der Sponsorengewinnung zur Finanzierung besonderer Aktivitäten wie Jubiläen oder Messen.
„Wir sind in den letzten Jahren immer mehr zu einer universellen lokalen und regionalen Hilfeleistungsorganisation herangereift.“ Neben dem Retten von Menschen und Tieren, dem Löschen von Bränden gehören auch die Bekämpfung und Vermeidung von Umweltbelastungen sowie der vorbeugende Brandschutz, die Brandschutzerziehung und die Brandschutzaufklärung zu den Aufgaben der Wehren. In den letzten Jahrzehnten habe die technische Hilfeleistung einen immer größeren Stellenwert erlangt. Mittlerweile umfasse diese drei Viertel aller Einsätze, Tendenz weiter steigend. Das Aufgabenspektrum der technischen Hilfeleistung umfasse unter anderem die Rettung oder Bergung von Menschen und Tieren sowie die Beseitigung von Sturmschäden (Orkan „Kyrill“ 2007 und Sturmtief „Friederike“ 2017) und das Auspumpen von Kellerräumen.

Um diesen Aufgaben gerecht zu werden, sei es notwendig, „eine ständig einsatzbereite Feuerwehr mit gut ausgebildeten und qualifizierten Feuerwehrangehörigen vorzuhalten“. Doch genau dort liege das Kernproblem der meisten Städte und Gemeinden. Zumal gut ausgebildetes Feuerwehrpersonal zudem seinen Arbeitsplatz häufig nicht am Wohnort habe, sodass es schwierig werde, insbesondere zu den kritischen Zeiten von 6 bis 18 Uhr in der Woche ausreichend Personal vorzuhalten. Der Kreisfeuerwehr-Chef rechnet zudem damit, dass auch in Zukunft der negative Trend beim Feuerwehrnachwuchs anhalten wird, weil es mittlerweile so viele verschiedene Freizeitmöglichkeiten gebe.

Besetzt ist der Beirat des Kreisfeuerwehrverbandes mit einflussreichen Vertretern aus allen Bereichen der Gesellschaft (Behörden, Bildungs- einrichtungen, Brandschutzwesen, Dienststellen, Hilfsorganisationen, Kirchen, Verbänden, Wirtschaftsunternehmen und Kammern- und der Wissenschaft aus Schaumburg). „Ich habe ganz bewusst bei der Mitgliedersuche auf aktive Mitglieder vom Kreistag und Verwaltungen verzichtet, da es zu einem möglichen Interessenkonflikt kommen könnte“, erklärt Grote.

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