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Polizei warnt vor "Enkeltrick"

Betrüger am Telefon: Falscher Neffe verlangt 30000 Euro

LANDKREIS. Im Landkreis Schaumburg warnt die Polizei erneut vor Betrügern, die meist bei älteren Menschen anrufen, und sich dabei als Verwandte ausgeben. Im Laufe des Telefonats werden dann oft hohe Geldsummen verlangt. Die Polizei bittet Betroffene, solche Anrufe zu melden.

veröffentlicht am 05.08.2020 um 10:43 Uhr

LANDKREIS. Am Dienstag, kam es in dem Zeitraum zwischen 13 Uhr und 14:30 Uhr, in der Region Nienburg/Schaumburg zu sieben Anrufen des sogenannten Enkeltricks, wie die Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg meldet. Die Polizei warnt vor Betrügern, die meist lebensältere Personen anriefe und sich dabei als Verwandter, in diesem Fall Enkel oder Enkelin ausgeben. Während des Telefonats wird um Geld gebeten, welches für die unterschiedlichsten Gründe gebraucht wird. Häufig wird die Notlage überspitzt dramatisiert dargestellt, um den Druck auf den Angerufenen noch zu erhöhen.

"Neffe" fordert 30000 Euro

In einem Fall vom Dienstag rief der Betrüger bei einer 81-Jährigen Frau aus Niedernwöhren im Landkreis Schaumburg an. Er gab sich als ihr Neffe aus und erzählte ihr, dass er einen Verkehrsunfall gehabt habe und jetzt 30.000 Euro für die Schadensregulierung bräuchte. Andersfalls verliere er seinen Führerschein. Die Niedernwöhrenerin durchschaute die Betrugsmasche jedoch rechtzeitig und beendete das Telefonat. Im Anschluss wendete sie sich an den Polizei-Notruf.

Auch in Nienburg wurden mindestens fünf Männer und Frauen im Alter zwischen 74 und 81 Jahren mit dieser Masche angerufen. Die Bewohnerinnen und Bewohner aus verschiedenen Bereichen der Kreisstadt reagierten alle richtig und legten einfach auf. Gemeinsam mit den Geldinstituten, die ihre älteren Kunden direkt ansprechen, versucht die Polizei seit vielen Jahren, den Betrügern das Handwerk zu legen.

Vorfälle unbedingt melden

"Wir sind froh, dass die Menschen durch unsere stetige Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit sensibilisiert und aufmerksam sind", heißt es in der Presssemitteilung der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg. "Auch, wenn ein solches Telefonat durch den Angerufenen vielleicht als unwichtig bewertet wird, möchten wir die Bevölkerung bitten, solche Vorfälle unbedingt zu melden. Nur so können wir weiter sowohl präventiv wie repressiv tätig werden."




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