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Mehrere Fälle in Extertal gemeldet

Clown erschreckt Autofahrerin

EXTERTAL. Eine unbekannte Person in Clownsmaske hat einer Autofahrerin am Montagabend Angst und Schrecken eingejagt. Bereits mehrere Male soll eine oder sollen mehrere Person in Clownsmaske im Extertal gesehen worden sein. Die Polizei spricht Verhaltenshinweise an die Bevölkerung aus.

veröffentlicht am 11.09.2018 um 16:03 Uhr

Im Extertal soll laut Polizei bereits mehrere Male eine Person in Clownsmaskierung gesehen worden sein. Symbolbild: dpa

EXTERTAL. Eine unbekannte Person in Clownsmaske hat einer Autofahrerin Angst und Schrecken eingejagt. Wie die Polizei mitteilt, meldete sich gestern eine Autofahrerin und teilte mit, dass ihr am Montagabend gegen 21.30 Uhr auf der Straße „Im Siek“ eine Person mit einer Clownmaske vor den Wagen gesprungen sei.

Die Frau konnte ihren Wagen rechtzeitig abbremsen und drehte das Auto sofort, als der Unbekannte auf ihr Fahrzeug zukam. In den zurückliegenden Wochen soll mehrfach eine Person mit Clownsmaske unter anderem auf der Meierberger Straße aufgetreten sein, teilte die Zeugin mit. Das habe sie aus ihrem Bekanntenkreis erfahren.

Die Person soll etwa 1,70 Meter groß und schlank sein. Gegenstände hatte sie nicht dabei. Schadensfälle sind bislang nicht bekannt geworden.

Die Polizei wendet sich mit folgenden Bitten an die Bevölkerung: Sollten Sie Betroffener sein, merken Sie sich so viele Details wie möglich und informieren Sie wie im vorliegenden Fall die Polizei. Ein derartiges Auftreten kann unter bestimmten Umständen juristisch als „gefährlicher Eingriff in der Straßenverkehr“ gewertet werden und demzufolge empfindliche Konsequenzen bis hin zur Freiheitsstrafe nach sich ziehen.

Die Polizei gibt folgende Verhaltenshinweise aus: Vorausschauendes Verhalten ermöglicht, Gefahren zu erkennen und ihnen frühzeitig aus dem Weg zu gehen. Treffen Sie selbst auf eine für Sie bedrohlich wirkende Gruppe oder Einzelperson, dann ist es möglicherweise die bessere Entscheidung, den oder dem Unbekannten auszuweichen und einen längeren Weg in Kauf zu nehmen. Einer empfundenen Gefahr aus dem Weg zu gehen, sei niemals ein Zeichen von Feigheit, sondern zeuge von gesundem Menschenverstand. Auch wenn man keine Gefahr für sich selbst sehe, aber bedrohliche Personen feststelle, solle man sich nicht scheuen, die Polizei über die Notrufnummer „110“ zu verständigen.

Es kursieren laut Polizei jedoch auch Falschmeldungen in der Öffentlichkeit. Die Polizei rät daher, sich nicht durch Meldungen in den Sozialen Netzwerken beeinflussen zu lassen. Hierunter fallen unter anderem auch sogenannte „Prank-Videos“ (aus dem Englischen für „Streich“, „Schabernack“). Ein zusätzliches Teilen solcher Videos kann weitere Teile der Bevölkerung verunsichern. Daher bittet die Polizei, solche Videos nicht zu teilen.

Kommentare in den Sozialen Netzwerken und zu Online-Presseveröffentlichungen rufen verstärkt zur Selbstjustiz gegenüber den vermeintlichen als Clowns verkleideten Angreifern auf, so die Polizei weiter. Die Polizei warnt ausdrücklich vor Selbstjustiz: Sie ist in allen Fällen strafbar.

Nicht jede als Clown verkleidete Person wolle andere Personen tatsächlich angreifen, so die Polizei. In den meisten Fällen liegt die Intention des Maskierten im „bloßen“ Erschrecken und hat lange Tradition, insbesondere um die Zeit des 31. Oktober eines Jahres, also Halloween. Auch das bloße Erschrecken kann allerdings schon strafrechtlich relevante Konsequenzen haben, zum Beispiel wenn sich der Erschreckte als Folge verletzt. r




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