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LWL bewilligt 80 000 Euro für fundierte Forschungsarbeit und Ausbau der Infrastruktur

„Dachs I“ wird zur KZ-Gedenkstätte

PORTA WESTFALICA-HAUSBERGE. Es ist eiskalt. Feucht-modrige Luft erfüllt die weitläufige Stollenanlage. Die Dunkelheit verschlingt große Teile, nur schemenhaft sind die hintersten Ecken der höhlenartigen Räume zu erkennen. Die Atmosphäre unter Tage im Dachs I im Jakobsberg in Hausberge könnte passender nicht sein. Tausende Zwangsarbeiter wurden dort während des Zweiten Weltkriegs zur Arbeit geprügelt: mit Schaufelschlägen, mit Stockhieben. Sie wurden geprügelt, um in Rekordzeit eine Schmierölraffinerie unter Tage zu errichten. „Das war kompletter Wahnsinn“, sagt Thomas Lange. Er ist Geschäftsführer des Portaner Vereins KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte. Der hat nun ein mehrstufiges Konzept entworfen, wie man das Arbeitslager der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich machen kann. Wie aus dem Schreckensort unter dem Jakobsberg eine Gedenkstätte werden kann. Für diese Arbeit hat der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) nun 80 000 Euro aus der Kulturstiftung bewilligt.

veröffentlicht am 21.07.2019 um 17:18 Uhr
aktualisiert am 21.07.2019 um 19:50 Uhr

Ein Stollen als Gedenkstätte: Der Dachs I in Hausberge ist in seiner Art wohl einmalig in Westfalen und dem norddeutschen Raum, sagen Experten. Der Verein KZ-Gedenk- und Dokumentationsstätte will den Ort des Schreckens dauerhaft für die Öffentlichkei

Autor:

Thomas Lieske



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