weather-image
24°

Giftzwerg über Norddeutschland

Der Frühling tut sich schwer – ab Sonntag noch vieles offen

LANDKREIS. Für heute sind die Aussichten nicht berauschend. Eine Luftmassengrenze von Nord nach Süd etwa entlang der Weser bestimmt mit anhaltendem Regen das Wetter im Schaumburger Land. Morgen bessert sich die Lage, bevor ein mögliches kleines Tief über Norddeutschland die Prognosen ab Sonntag stark verunsichert.

veröffentlicht am 05.04.2019 um 00:00 Uhr

Mit ein wenig Glück könnten die ersten Tulpen des Jahres am Samstag die Sonne genießen. Foto: jan
Avatar2

Autor

Reinhard Zakrzewski Reporter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

LANDKREIS. Am Freitag dominiert ein trüber Himmel. Zeitweise fällt länger anhaltender Regen. Dabei bleiben die Höchstwerte mit nur acht ziemlich sparsam. Am Samstag bessert sich die Lage voraussichtlich deutlich. Auf Nordost drehende Winde bringen die Sonne nach vorne, sodass die Temperaturen auf 15 bis 16 Grad klettern können. Nachtfröste sind kein Thema. Ab Sonntag werden die Vorhersagen schwierig. Ein Giftzwerg über Norddeutschland könnte uns einen feuchtkühlen Start in die neue Woche bescheren. Auch im weiteren Verlauf sind solche für den April typischen kleinräumigen Tiefs mit kräftigen Schauern möglich. Was im Einzelnen passiert, entscheidet sich erst kurzfristig.

Nach dem Frühling im Februar zog der März ganz andere Seiten auf. Die Hochdruckgebiete verabschiedeten sich nach Südosten. So wurde der Weg für eine ungewöhnliche Serie atlantischer Sturmwirbel frei, die in rascher Folge nach Europa zogen. Sie hatten Norddeutschland fast drei Wochen lang fest im Griff. Sie sorgten entweder für trübe Herbststimmung oder vorgezogenes Aprilwetter. An bis zu fünf Tagen (Bückeburg Deutschlandmaximum) kam es im Bereich von heftigen Regen- und Graupelschauern zu Gewittern mit teils schweren Sturmböen. Die höchsten Windgeschwindigkeiten wurden am 4. und 7. März beobachtet. Verbreitet traten dabei im Schaumburger Land Windspitzen der Stärke neun bis zehn, entsprechend 82 bis 100 km/h auf, örtlich sogar orkanartige Böen der Stärke elf (Bückeburg 104, beziehungsweise 108 km/h).

Pünktlich zum kalendarischen Frühlingsanfang am 20. März klopfte endlich ein Hoch aus Südwesten an. Das Schmuddelwetter ließ nach und die bis dato rekordverdächtig niedrige Sonnenscheinbilanz wurde deutlich aufgebessert. Einen entscheidenden Anteil daran hatte das überaus sonnige Märzfinale, das den nunmehr zwölften zu warmen Monat in Folge souverän-frühlingshaft beendete.

Das Wetter in Zahlen:

Der März im Südkreis im Vergleich zum Klimamittel (1981-2010)

Monatsmittel 7,6°C (Abw. +2,1°C)

Maximum 19,7°C (22. März)

Minimum -0,7°C (19. März)

Frosttage (Min. unter 0,0°C) 1 (normal 10)

Eistage (Max. unter 0,0°C) 0 (normal 0,4)

Niederschlag 82 mm (152% v. Soll)

Sonnenschein 79 Std. (75% v. Soll)




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare