weather-image
24°
×

Strenge Kontaktregeln und teilweise Feuerwerksverbot

Diese Regeln gelten an Silvester in Schaumburg

Während das Weihnachtsfest noch in etwas größerem Kreis gefeiert werden konnte, gelten für den Jahreswechsel wieder strengere Kontaktbeschränkungen. Auch für das Abbrennen von Feuerwerk muss einiges beachtet werden. In diesem Artikel geben wir einen Überblick über die wichtigsten Regeln.

veröffentlicht am 31.12.2020 um 12:15 Uhr

Nicole Trodler

Autor

Onlineredakteurin zur Autorenseite

Kontaktbeschränkungen

Für Silvester und Neujahr gilt in Schaumburg ein An- und Versammlungsverbot. Das bedeutet, dass sich die Menschen nicht in einer größeren Gruppe (das heißt über fünf Personen) draußen ver- oder ansammeln dürfen. Auch ein Treffen draußen mit Nachbarinnen und Nachbarn, um auf das neue Jahr anzustoßen, fällt darunter.

Es gilt die Regel: maximal 5 Personen aus 2 Haushalten oder auch insgesamt 5 Angehörige dürfen sich treffen.

Wenn der Haushalt aus über fünf Personen besteht, gilt diese Regel nicht. Alle Personen eines Haushalts dürfen den Jahreswechsel natürlich gemeinsam verbringen. Allerdings dürfen keine weiteren Personen dazu kommen.

Silvesterfeuerwerk

Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hatte Mitte Dezember das von der Landesregierung verhängte allgemeine Feuerwerksverbot in Niedersachsen gekippt. Die niedersächsische Allgemeinverfügung ist danach angepasst worden und schreibt nun vor, dass auf belebten Straßen, Wegen und Plätzen das Abbrennen von Feuerwerk und auch das Mitführen von Böllern und Raketen verboten ist. Konkrete Bestimmungen sollen die Landkreise und Gemeinden selbst erlassen.

Auch wenn das Zünden von Feuerwerk nicht allgemein verboten ist, der Verkauf von Feuerwerkskörpern und Pyrotechnik bleibt es bundesweit. Es ist möglich, dass sich in Werbeprospekten noch Angebote für Raketen, Böller und anderes Feuerwerk finden, da möglicherweise der Druckauftrag nicht rechtzeitig geändert werden konnte. Die Angebote sind dann jedoch nicht gültig.

Feuerwerks-Restbestände aus den vergangenen Jahren dürfen also in Niedersachsen abgefeuert werden - unter Berücksichtigung der Kontaktbeschränkungen und der Vorgaben des Landes und der Gemeinden. In Schaumburg und Hameln-Pyrmont gibt es ein Böllerverbot für bestimmte Bereiche.

In Rinteln gilt das Feuerwerksverbot:

  • Parkplatz am Weseranger (Am Weseranger 3, 31737 Rinteln)
  • zwischen Biergarten und Freibad,
  • b) Weserpromenade zwischen Altem Hafen und Hartler Straße,
  • Hinweis: im gesamten Bereich der Altstadt der Stadt Rinteln besteht be-reits seit Jahren ein Feuerwerksverbot aus Brandschutzgründen.

In Stadthagen gilt das Feuerwerksverbot:

  • Innenstadtkern der Stadt nach Außen begrenzt durch die Wallanlagen

In der Samtgemeinde Rodenberg gilt das Feuerwerksverbot:

  • a) Windmühle in Rodenberg: 31552 Rodenberg, Windmühle,
  • b) Bereich des Gewerbepark Lauenau und der Plaza, 31867 Lauenau.

In den anderen Städten und Gemeinden, wie etwa Bückeburg, Obernkirchen, Nenndorf, Auetal oder Eilsen gibt es kein gesondertes Feuerwerksverbot.

In Hameln gilt - wie bereits seit über 10 Jahren - ein Böllerverbot in der Altstadt. Das Verbot erstreckt sich auf den gesamten Altstadt-Bereich, der von Thiewall, Kastanienwall, Ostertorwall, Münsterwall und der Weser umschlossen wird. Wer dagegen verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einem Bußgeld rechnen.

Auch Bad Pyrmont hat in diesem Jahr erstmals ein Böllerverbot festgelegt. Das Verbot gilt im Zeitraum vom 31.12., 18 Uhr bis Neujahrmorgen, 10 Uhr in Teilen der Innenstadt.

Information

Feuerwerksverbot in Lügde

Auch für die historische Altstadt Lügde gilt wie in jedem Jahr ein Feuerwerksverbot, da dies grundsätzlich in der unmittelbaren Nähe von Fachwerkhäusern, viele davon denkmalgeschützt, nicht erlaubt ist. Neben dem gesamten Altstadtbereich sind auch die Abstandsflächen um die Stadtmauer herum in das Verbot eingeschlossen. Das Feuerwerksverbot gilt damit auch hier: Höxterstraße mit Parkplatz Tennisplätze, Alter und Neuer Wall, Schützenplatz, Kreisel Kloster und Emmerauenpark, insbesondere im Bereich Emmerbrücke / Brückenstraße. Direkt an der Stadtmauer stehen dort mehrere Fachwerkhäuser, zu denen der Mindestabstand grundsätzlich einzuhalten ist. Über die Bestimmungen für die Altstadt hinaus wird zudem erwägt, den Köterberg in der Silvesternacht komplett abzusperren.

In den Gemeinden Aerzen und Emmerthal ist das Abbrennen von Feuerwerk nicht nur in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen, sondern auch in unmittelbarer Nähe von besonders brandempfindlichen Gebäuden wie Fachwerkhäusern und reetgedeckten Gebäuden verboten.

Information

Regeln zum Silvesterfeuerwerk im Überblick

Das ist erlaubt:

  • das Abbrennen von Feuerwerk-Restbeständen aus den vergangenen Jahren im eigenen Garten, auf einer ruhigen Straße oder einem ruhigen Platz

Das ist verboten:

  • der Verkauf von Feuerwerk
  • das Abbrennen auf belebten Straßen und Plätzen
  • die Veranstaltung eines öffentlichen Feuerwerks
  • das Versammeln mit mehr als 5 Personen



Anzeige
Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige