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Trucker erkennt Stauende zu spät / Fahrer eingeklemmt und schwerstverletzt

Drei Lkw kollidieren auf A 2

PORTA WESTFALICA. Die Freiwillige Feuerwehr Porta Westfalica ist am Samstag, 16. Mai, um 14.06 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall auf die Bundesautobahn 2 in Fahrtrichtung Dortmund alarmiert worden. Bei einem Auffahrunfall an einem Stauende war ein Lkw-Fahrer in seinem Fahrzeug eingeklemmt und schwerstverletzt worden, er wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

veröffentlicht am 17.05.2020 um 10:53 Uhr
aktualisiert am 17.05.2020 um 18:10 Uhr

Wegen eines vorausgegangenen Unfalls hatte sich auf der Fahrbahn Richtung Dortmund etwa 1500 Meter vor Veltheim ein Stau gebildet. Nach dem bisherigen Stand erkannte der Fahrer eines Sattelzuges aus Rumänien gegen kurz nach 14 Uhr das Stauende zu spät und fuhr auf dem rechten Fahrstreifen auf einen stehenden Sattelzug auf. Durch die Kollision wurde der stehende Sattelzug auf einen davor stehenden Lkw aufgeschoben. Dieser wiederum wurde auf ein davor stehendes Auto geschoben. Ein Auto, das zum Unfallzeitpunkt auf der Mittelspur unterwegs war, wurde durch Trümmerteile schwer beschädigt.

Die Ladung der beiden vorderen Lkw bestand aus Lebensmitteln, der rumänische Lkw hatte Stahlteile geladen. Der Fahrer des auffahrenden Sattelzuges aus Rumänien wurde bei der Kollision im Führerhaus eingeklemmt und schwerstverletzt. Zur Befreiung setzte die Feuerwehr hydraulische Rettungsmittel am Führerhaus ein. Aufgrund der Schwere der Verletzungen musste eine schnelle Befreiung, sogenannte Crash-Rettung, durchgeführt werden. Der Fahrer wurde vor Ort reanimiert, die Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 13 unterstützte die Maßnahmen. Der Lkw-Fahrer wurde mit dem Rettungshubschrauber ins Klinikum Minden geflogen.

Zwei weitere Personen wurden bei dem Unfall ebenfalls verletzt, sie wurden ins Krankenhaus Bad Oeynhausen transportiert. Das Führerhaus des rumänischen Lkw war auf der Beifahrerseite stark deformiert, die Feuerwehr verschaffte sich hier einen Zugang, um nach möglichen Beifahrern zu suchen. Dazu wurde auch eine Wärmebildkamera eingesetzt. Aus den betroffenen Lkw traten Betriebsmittel in größeren Mengen aus. Diese wurden mit Bindemitteln abgestreut, das Umweltamt wurde zur Einsatzstelle bestellt.

Die Bergungsarbeiten durch das beauftragte Spezialunternehmen dauerten bis zum Sonntag, 17. Mai, 3.45 Uhr. Alle drei betroffenen Lkw mussten aufwendig geborgen und abtransportiert werden. Besonders die Bergung des aufgefahrenen rumänischen Lkw gestaltet sich schwierig. Das Führerhaus war völlig zusammengedrückt und musste erst vom Auflieger gelöst werden. Der gesamte Motorblock hatte sich gelöst und lag unter dem Fahrzeug, der Auflieger hatte sich im Sattel der Zugmaschine verkeilt und konnte nur unter erheblichem Kraftaufwand gelöst werden.

Während der Bergungsarbeiten wurde der Verkehr auf einem Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeführt. Die Löschgruppe Veltheim-Möllbergen unter Jan Schlensker begleitete die Bergungsarbeiten und leuchtete die Unfallstelle aus. Nach Abtransport der Unfallfahrzeuge erfolgte eine weitere Unfallaufnahme durch die Polizei, danach wurde nochmals großflächig Bindemittel auf den betroffenen Fahrbahnen ausgebracht. Die Autobahnmeisterei nahm das Bindemittel mit einer Kehrmaschine auf.

Die Feuerwehr konnte gegen 5 Uhr die Unfallstelle an Straßen.NRW übergeben und abrücken.

Einsatzleiter: Andreas Korff; eingesetzte Kräfte vor Ort: Hauptamtliche Feuer- und Rettungswache, Ehrenamtliche Löschgruppen: Veltheim-Möllbergen, Kleinenbremen-Wülpke, Einsatzführungsdienst, Einsatzdokumentation, Die Löschgruppen Hausberge und Holzhausen wurden zur Sicherung des Grundschutzes alarmiert. r




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