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Täter durchwühlen 50 Zimmer: PLSW-Chef spricht von „Riesensauerei“ / Polizei sucht weiterhin Zeugen

Einbruch verstört Bürgerwald-Schüler

STADTHAGEN. Der Einbruch in die Paritätische Lebenshilfe Schaumburg-Weserbergland (PLSW) hat nicht nur großen materiellen Schaden angerichtet. Die Schüler der Schule am Bürgerwald waren traurig und geschockt über das Chaos in ihren Klassenräumen.

veröffentlicht am 01.03.2019 um 19:58 Uhr

Die Täter haben Chaos in der Schule hinterlassen. Fotos: Pr.

Autor:

Verena Gehring
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STADTHAGEN. Wie berichtet, sind mehrere Täter in der Nacht auf Mittwoch in mehrere PLSW-Gebäude am Ostring eingebrochen. Nach Polizeiangaben durchwühlten sie nahezu 50 Räume – in Schule, Werkstatt, Verwaltung. Besonders großes Chaos richteten sie in Klassenzimmern und Lehrerräumen an. Jegliche Schränke wurden aufgebrochen. PLSW-Chef Bernd Hermeling spricht von einer „Riesensauerei“. Der entstandene Schaden sei immens und übertreffe die Höhe der Beute deutlich. In Zukunft würden alle Schränke unverschlossen bleiben, „damit die Einbrecher sehen, dass nichts zu holen ist“, sagt Hermeling. So würde der Schaden möglicherweise geringer ausfallen.

Dass wieder in seine Einrichtung eingebrochen wird, schließt er nicht aus. Immerhin seien sie in den vergangenen eineinhalb Jahren bereits drei Mal heimgesucht worden. Die versteckte Lage am Ostring locke Täter an, ist sich Hermeling sicher.

Immer wieder wird in Bildungseinrichtungen eingebrochen. Und das, obwohl dort kaum Beute zu machen ist. Die Polizei geht in diesen Fällen von lokalen Tätern aus – häufig aus dem Drogenmilieu. In diesem Fall sprechen die Beamten von Beschaffungskriminalität. Ob es im Fall der PLSW auch Drogenabhängige waren, sei nicht mit Sicherheit zu sagen. Es könne aber davon ausgegangen werden, sagt ein Polizeisprecher.

Am Morgen nach der Tat hatten vor allem die Lehrer der Schule am Bürgerwald damit zu tun, die Schüler zu beruhigen und die Geschehnisse von ihnen fernzuhalten. Das Problem: Der gewohnte Alltag war durcheinander, da die Spurensicherung ihre Arbeit machen musste. „Das ist besonders für Menschen mit Handicap ein großes Problem“, erläutert Einrichtungsleiter Michael Eggelmann. „Es war ein Schreck für die Schüler, die zerstörten Schränke in ihren Räumen zu sehen. Das geht nicht spurlos an ihnen vorbei.“




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