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Eine weitere Spur / Ausbau ab Frühjahr

Ende der Staus in Sicht: Ausbau der B482

PORTA WESTFALICA. Autofahrer, die sich über Staus in der Porta ärgern, dürfen 2019 auf Entlastung hoffen. Der Landesbetrieb Straßen NRW will im Frühjahr mit den Arbeiten an einer zusätzlichen Fahrspur beginnen. Sie soll von der Weserbrückenrampe etwa 700 Meter in Richtung A2-Anschlussstelle Vennebeck führen. Die Arbeiten beginnen vermutlich im April oder Mai. Das kündigte Sven Johanning an. „Wir befinden uns in der Ausschreibungsphase“, sagte der Pressesprecher von Straßen NRW.

veröffentlicht am 10.01.2019 um 15:12 Uhr

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PORTA WESTFALICA. Die Pläne für die Verlängerung der Brückenrampe liegen seit Jahren in der Schublade. Die Bauarbeiten sollten eigentlich 2017 starten, dann verzögerten unter anderem Grundstücksverhandlungen den Projektbeginn.

Die Fahrt von der Weserbrücke in Richtung Autobahn ist besonders im Berufsverkehr morgens und spätnachmittags eine Geduldsprobe – zumindest bis zur Kreuzung B 482/Findelstraße/Fähranger. Grund ist das Zusammentreffen der Autos und Lastwagen, die aus Richtung Bahnhof kommen, mit den Fahrzeugen, die auf der Rampe von der Weserbrücke ebenfalls in Richtung Vennebeck unterwegs sind und sich einfädeln müssen. Manche Autofahrer wählen stattdessen andere Routen – und belasten zum Beispiel zusätzlich die ohnehin schmale Hauptstraße in Hausberge.

Eine neue Spur als Fortsetzung der Rampe soll über die „Findelkreuzung“ hinaus führen – bis zur bestehenden B 482-Verbreiterung auf zwei Richtungsspuren. Der geplante Ausbau betrifft unmittelbar die Kreuzung, die mit ihren Einfädelungsspuren umgestaltet, neu markiert und im Bereich Fähranger leicht verschoben wird. Vorgesehen ist ferner eine Verbreiterung des Fahrbahnabschnitts, der über den Fußgängertunnel im Werder führt.

Die Gesamtkosten, die der Bund trägt, wurden bereits vor zweieinhalb Jahren mit 1,5 Millionen Euro angegeben. Aktuelle Zahlen hat Straßen NRW bislang nicht vorgelegt.

Die Straßenbauarbeiten benötigen Platz, deshalb wird es vom Frühjahr auf der Bundesstraße enger. „Bauen unter Verkehr ist nie einfach“, sagt Johanning. So wird in Richtung Lerbeck nur eine Fahrspur zur Verfügung stehen. Die Möglichkeit zur Abzweigung auf die Weserbrücke (B 61) oder zur Weiterfahrt auf der B 482 bleibt aber erhalten.

Obwohl auch der Einmündungsbereich des Fährangers im Zuge des Ausbaus neu gestaltet wird, bleibt die Zufahrt immer gewährleistet. Dies ist auch unerlässlich, weil dort die Feuer- und Rettungswache liegt. Hingegen werde die Zufahrt zur Findelstraße in dem kurzen Abschnitt bis zum Minikreisel zwischenzeitlich gesperrt, sagt Johanning.

Die Autofahrer, die von der Weserbrücke die Rampe in Richtung Vennebeck herunterfahren, werden die Arbeiten vermutlich wenig spüren, weil die Baustelle erst hinter dem Abschnitt zum Einfädeln beginnt. Nach dem Ausbau ist der zeitraubende Spurwechsel dann Geschichte.

Gleichwohl werden sich die Arbeiten auf der B 482 bis weit ins laufende Jahr ausdehnen. Denn Straßen NRW baut nicht nur die zusätzliche Spur, sondern erneuert auch die komplette Fahrbahn zwischen Findelkreuzung und Weserbrücke. Der Verkehr soll deshalb weiträumig an der Baustelle vorbeigeführt werden, sagt Johanning und kündigt Hinweise an, die Lkw- und Autofahrer von der A 2 über die Nordumgehung auf die B 61 in Richtung Porta leiten. „Wir werden vor Baubeginn darüber ausführlich informieren.“

Die Rampenverlängerung um 700 Meter ist ein wesentlicher Baustein, um die B 482 zu entlasten. Angestrebt wird überdies der 4,7 Kilometer lange Ausbau der Bundesstraße zwischen Weserbrücke und Autobahn von drei auf vier Spuren. Dieses Projekt befindet sich laut Bundesverkehrswegeplan im „vordringlichen Bedarf“. Ein konkreter Termin ist damit gleichwohl nicht verbunden. mt




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