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Zweiter Prozess um den gewaltsamen Tod eines Hamelners

„Entweder er oder ich“

Hameln/Hildesheim. Der gebürtige Hamelner Oliver T. (30) hat Angst. Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren sitzt der derzeit inhaftierte Drogenhändler neben seinem Verteidiger Clemens Anger im Saal 134 des Landgerichts Hildesheim auf der Anklagebank. Zum zweiten Mal droht ihm lebenslänglich. Der Bundesgerichtshof hat seinen Freispruch kassiert. Und die Staatsanwaltschaft Hildesheim bleibt dabei - sie wertet den gewaltsamen Tod des Hamelners Mahmud Khoder (25) als Mord. Staatsanwalt Lars Bölter spricht zu Beginn der Hauptverhandlung von Heimtücke. Das ist ein Mordmerkmal. Der Angeklagte habe das Opfer nach einem geplatzten Drogendeal „abstrafen“ wollen, meint der Ankläger. Der passionierte Kampfsportler Oliver T. soll Mahmud Khoder im Spätherbst 2013 ein langes Messer „wuchtig von unten nach oben in den Rücken gerammt“ haben, um ihn zu töten. Die 15 Zentimeter lange Klinge verletzte das Herz, die Lunge, die Hauptschlagader und die Wirbelsäule des jungen Mannes. Nach Darstellung von Bölter hat Oliver T. den Sterbenden danach gewürgt. Oliver T. wirkt angespannt. Er vermeidet es, dem Vater des Toten, der als Nebenkläger im Saal sitzt, in die Augen zu schauen.

veröffentlicht am 04.04.2016 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:22 Uhr

04. April 2016 19:00 Uhr

Ulrich Behmann
Chefreporter zur Autorenseite

Hameln/Hildesheim. Der gebürtige Hamelner Oliver T. (30) hat Angst. Zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren sitzt der derzeit inhaftierte Drogenhändler neben seinem Verteidiger Clemens Anger im Saal 134 des Landgerichts Hildesheim auf der Anklagebank. Zum zweiten Mal droht ihm lebenslänglich. Der Bundesgerichtshof hat seinen Freispruch kassiert. Und die Staatsanwaltschaft Hildesheim bleibt dabei - sie wertet den gewaltsamen Tod des Hamelners Mahmud Khoder (25) als Mord. Staatsanwalt Lars Bölter spricht zu Beginn der Hauptverhandlung von Heimtücke. Das ist ein Mordmerkmal. Der Angeklagte habe das Opfer nach einem geplatzten Drogendeal „abstrafen“ wollen, meint der Ankläger. Der passionierte Kampfsportler Oliver T. soll Mahmud Khoder im Spätherbst 2013 ein langes Messer „wuchtig von unten nach oben in den Rücken gerammt“ haben, um ihn zu töten. Die 15 Zentimeter lange Klinge verletzte das Herz, die Lunge, die Hauptschlagader und die Wirbelsäule des jungen Mannes. Nach Darstellung von Bölter hat Oliver T. den Sterbenden danach gewürgt. Oliver T. wirkt angespannt. Er vermeidet es, dem Vater des Toten, der als Nebenkläger im Saal sitzt, in die Augen zu schauen.

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