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Motorrad, Cabrio und Co.: TÜV Stadthagen gibt Sicherheits-Tipps für die Freiluftsaison

Erste Fahrten locker angehen lassen

LANDKREIS. Sobald die Temperaturen in die Höhe klettern, können Saisonfahrzeuge wie Motorräder, Cabrios und Oldtimer frühlingsfit gemacht werden. Unsere Zeitung gibt Tipps, was dabei beachtet werden sollte.

veröffentlicht am 01.04.2019 um 17:24 Uhr
aktualisiert am 01.04.2019 um 18:24 Uhr

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Start in die Motorrad-Saison: Vor der ersten Fahrt sollten Motorradfahrer ihre Maschinen einmal richtig durchchecken. Dazu gehört vor allem die Kontrolle von Licht, Kette, Flüssigkeitsständen. Batterie und Reifen, erklärt Mirco Lohmann, Leiter der TÜV-Station in Stadthagen. Wer dabei über den Zustand der einzelnen Teile unsicher ist, sollte sein Bike in einer Fachwerkstatt untersuchen lassen.

Lohmann empfiehlt, dass sich Fahrer nach der Winterpause nicht zu viel zutrauen und die ersten Fahrten locker angehen lassen. „Biker sind gut beraten, sich mit kurzen, gemächlichen Ausritten erst wieder an ihre Maschinen zu gewöhnen. Wer allzeit sicher auf dem Bock sitzt und seine Fähigkeiten realistisch einschätzen kann, reduziert das Unfallrisiko erheblich“, sagt der Experte und betont, dass auch die richtige Kleidung das Verletzungsrisiko bei einem Unfall um bis zu 50 Prozent senken kann.

Der Start in die Motorrad-Saison verlangt auch für Autofahrer erhöhte Aufmerksamkeit. „Autofahrer müssen sich jetzt wieder daran gewöhnen, dass mit den Motorrädern plötzlich Verkehrsteilnehmer hinzukommen, die schlechter zu sehen und oft zügiger unterwegs sind“, sagt Lohmann.

Start in die Cabrio- und Oldtimer-Saison: Sowohl Cabrios als auch Oldtimer standen den Winter über still. „Das kann sich negativ auf die Fahrzeugkomponenten ausgewirkt haben“, weiß Lohmann. Sein Rat: Vor der ersten Fahrt sollten Flüssigkeitsstände, der Luftdruck und Profiltiefe der Reifen sowie Gängigkeit der Pedale unter die Lupe nehmen. Lange Standzeiten verkürzen die Lebensdauer der Batterie, die ebenfalls gecheckt werden sollte.

Besonderer Augenmerk sollte Lohmann zufolge auf den TÜV-Experte.

Bei der ersten Tour sollte man es gemütlich angehen: Den Motor niedrigtourig warmfahren und vorsichtig bremsen. Auch vom Gebrauch der Musikanlage rät Lohmann zunächst ab: „So kann man ungewöhnliche Geräusche am Fahrzeug besser erkennen.“ Werden diese Punkte beachtet, steht dem Fahrspaß nichts mehr im Wege. r

Information

Wer ein Fahrzeug sein Eigen nennt, das erstmals vor mindestens 30 Jahren zugelassen wurde, darf sich Oldtimerbesitzer nennen. Offiziell wird der Titel aber erst mit dem begehrten „H-Kennzeichen“. „Das ist eine spezielle Zulassung, die 1997 für historische Fahrzeuge eingeführt wurde“, erklärt Mirco Lohmann. Damit ein Auto oder Motorrad als Oldtimer gelten kann, muss es sich außerdem im technischen Originalzustand befinden und auch optisch den damaligen Gepflogenheiten entsprechen. Damit soll sichergestellt werden, dass es auch wirklich zur Pflege des kraftfahrzeugtechnischen Kulturgutes beiträgt.

Das H-Kennzeichen hat vor allem finanzielle Vorteile für den Besitzer: Das Finanzamt besteuert diese Fahrzeuge vergünstigt mit rund 200 Euro pro Jahr beziehungsweise 50 Euro für Motorräder. Seit der Einführung des H-Kennzeichens geht die Anzahl der Oldtimer stetig nach oben. 2018 waren es rund 477 000 historische Fahrzeuge. r




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