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Fallzahlen

Erster Corona-Grenzwert in Schaumburg überschritten: Was bedeuten die Zahlen?

LANDKREIS. Für die mögliche Verschärfung von Maßnahmen gegen das Coronavirus ist der sogenannte 7-Tage-Inzidenzwert einer Region entscheidend. In Schaumburg liegt er nun deutlich über der Marke von 35 und nur noch knapp unter dem kritischen Grenzwert von 50. Hier sehen Sie die wichtigsten Zahlen.

veröffentlicht am 22.10.2020 um 16:53 Uhr

Im Kampf gegen die Coronapandemie spielen verschiedene Zahlen eine wichtige Rolle. Für die Entscheidung über Lockerung oder Verschärfung der Schutzmaßnahmen ist in Deutschland ein Wert zentral geworden: Die 7-Tage-Inzidenz. Dieser Wert sagt aus, wie viele Menschen pro 100.000 Einwohner in einem bestimmten Gebiet über einen Zeitraum von sieben Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Ab einem Inzidenzwert von 50 gilt ein Gebiet als Risikogebiet.

Der Inzidenzwert in Schaumburg beträgt momentan 45,6 (Stand: Donnerstag, 22. Oktober). Damit ist der Landkreis nicht mehr weit davon entfernt, zum Risikogebiet erklärt zu werden. Dieser Wert errechnet sich aus den gemeldeten Neuinfektionen der vergangenen sieben Tage. Erste Verschärfungen sind in der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen aber bereits vorgesehen, wenn der Inzidenzwert über 35 steigt. Dann dürfen sich zum Beispiel auf privatem Grund nur noch maximal 25 Personen treffen – auch an der frischen Luft. Das betrifft ab heute also auch Schaumburg.

Ein Blick Richtung Großstadt zeigt: In Hannover liegt der Inzidenzwert im Moment bei 39,1. Seit heute gilt dort deswegen eine verschärfte Maskenpflicht.

Hoher Inzidenzwert auch im Kreis Lippe

Um besser zu verstehen, wo sich das Virus in der Region besonders schnell ausbreitet, hilft ein Blick auf die Inzidenzwerte der einzelnen Kommunen. Wichtig: Für die Verschärfung der Maßnahmen spielen sie keine Rolle, hierfür zählt der Wert der gesamten Region.

Die Corona-Entwicklung im Kreis Lippe ist ebenfalls weiter besorgniserregend. Auch wenn der Inzidenzwert heute leicht gesunken ist, liegt er mit 46,9 nur sehr knapp unter der kritischen Marke von 50.

 

RKI meldet Situationberichte

Jeden Tag veröffentlicht Deutschlands oberste Gesundheitsbehörde, das Robert Koch-Institut, einen Situationsbericht mit aktuell zusammengefassten Daten und Statistiken aus allen Gesundheitsämtern im Land. Auf dieser Grundlage entscheiden die Behörden, Bundes- und Landespolitiker, ob und inwieweit Maßnahmen zur Eindämmung des Virus erforderlich sind.

Ab einem Wert von wöchentlich gemeldeten 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner wird in einem Landkreis über erneute Maßnahmen wie Ausgangsbeschränkungen nachgedacht. Die Zahl macht das Infektionsgeschehen auf regionaler Ebene sichtbar und vergleichbar. Außerdem sagt sie aus, wie viele Menschen sich in einer bestimmten Region infizieren – und zwar nicht in absoluten Zahlen, sondern in Bezug auf 100.000 Einwohner.

lgr, wel, rnd




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