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Mindens Klinikum-Chef Olaf Bornemeier spricht über die Pläne nach dem gescheiterten Zukunftskonzept

Evolution statt Revolution beim MKK

MINDEN. Mit ihrem „Zukunftskonzept“ sind die Mühlenkreiskliniken (MKK) krachend gescheitert. Personelle Konsequenzen im Vorstand wurden bereits gezogen (wir berichteten). Jetzt heißt es für MKK-Vorstand Olaf Bornemeier: Nach vorne blicken. Im Interview mit dem Mindener Tageblatt erklärt er, die Herausforderungen der Branche (Patienten-Souveränität, Fachkräftemangel, medizinisch-technischer Fortschritt, die zunehmende Konkurrenz aus dem ambulanten Sektor) blieben aber bestehen. „Wir wissen aber, wir werden andere Antworten finden müssen“, bekennt Bornemeier.

veröffentlicht am 12.02.2019 um 16:02 Uhr

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Autor

Jakob Gokl Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Unverzichtbar sei der „Medizinisch-organisatorisch die potenzielle Zusammenlegung der Standorte von Auguste Viktoria-Klinik (AVK) und Krankenhaus in Bad Oeynhausen – in welcher Form auch immer.“

Denn „Das Krankenhaus Bad Oeynhausen ist in seiner Gebäudesubstanz nicht mehr zeitgemäß. Die Instandhaltungsaufwendungen nehmen exponentiell zu. Zweitens können sich durch die Zusammenlegung Synergien ergeben, etwa bei der gemeinsamen Nutzung von OP-Sälen.“

Vier Varianten sind möglich: Die Zusammenlegung am Standort AVK, die Zusammenlegung am Standort Krankenhaus oder Neubau an einem dritten Standort. Außerdem bringt Bornemeier noch die Möglichkeit ins Spiel, nämlich einen Neubau neben dem Krankenhaus in Oeynhausen, während der Altbau für eine Übergangsphase weiter betrieben wird. „Im Moment ermitteln Architekten gerade, wie die Bausubstanz in Auguste-Viktoria und Krankenhaus beschaffen sind.“

Wichtig bei der Entscheidung ist aber auch die Kooperation mit dem Herz- und Diabeteszentrum (HDZ). Würde die räumliche Nähe aufgegeben, könnten viele Kooperationen möglicherweise nicht mehr aufrecht erhalten werden. Die Geschäftsführerin des HDZ hatte die unmittelbare räumliche Nähe gar als Voraussetzung für die Kooperation genannt.

Sogar ein gemeinsamer Neubau aller drei Einrichtungen sei inoffiziell mal erörtert worden, bestätigt Bornemeier. Das sei aber nicht möglich.

Einen Zeitplan für all die Überlegungen gibt es derzeit nach Aussage von Olaf Bornemeier noch nicht.




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