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Fahndung: Überwältigt, gefesselt und ausgeraubt: Polizei sucht nach Überfall auf 62-Jährige mit Fotos nach Tätern

PORTA WESTFALICA-BARKHAUSEN (mt/lo/lies). Die Täter schlagen unvermittelt zu – sie nutzen den Überraschungseffekt. Und sie schaffen es, ihr 62-jähriges Opfer im eigenen Haus zu überwältigen und zu fesseln. Schmuck, Silber- und Goldmünzen gehören zur Beute. Fast eine Stunde lang suchen sie sich die Dinge zusammen, die sie mitnehmen wollen, packen sie in Tragetaschen und verschwinden mit dem Auto des Opfers. Eine Tat mitten in einer Wohnsiedlung, die sich am 30. August ereignete und noch immer nicht aufgeklärt ist.

veröffentlicht am 04.10.2021 um 15:42 Uhr
aktualisiert am 04.10.2021 um 16:41 Uhr

Um die Suche nach den Tätern auszuweiten, hat die Polizei nun Fotos der unbekannten Männer veröffentlicht. Die Ermittlungen der Beamten haben bislang keinen Erfolg gehabt. Aber: „Durch eine Überwachungskamera konnten die beiden mutmaßlichen Täter auf dem Verbindungsweg zwischen dem Füllenkamp und dem Häverstädter Weg gegen 10.20 Uhr offenbar auf dem Weg zum Tatobjekt fotografiert werden", schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung            

Was war konkret passiert? Die 62-Jährige war in ihrem Haus an der Füllenkampstraße in Barkhausen von den Männern überrascht und überwältigt worden. Die Unbekannten waren durch ein gekipptes Fenster geklettert. Nachdem die Frau im Keller gefesselt war, sammelten die Täter ihr Diebesgut zusammen und verpackten es mutmaßlich in Taschen, heißt es. „Diese dürften sie vermutlich in den Wagen der 62-Jährigen verfrachtet haben, der auf dem Grundstück unter dem Carport abgestellt war." Während der Tat sollen die Männer immer wieder mit einer unbekannten Person telefoniert haben.

Knapp eine Stunde später, gegen kurz nach 12 Uhr, flüchteten die beiden mit einem blauen Volvo XC60 mit Mindener Kennzeichen. Wie die Beamten erzählen, konnte sich das Opfer aus seiner misslichen Lage selbst befreien und Nachbarn informieren, die die Polizei alarmierten. Der Wagen der 62-Jährigen wurde in den Nachmittagsstunden in Wietersheim im Bereich der Straße „Auf dem Sande" von einer Zeugin entdeckt und anschließend von den Beamten sichergestellt.

Trotz umfangreicher Fahndungsmaßnahmen, an der unter anderem ein Polizeihubschrauber beteiligt war, fehlt bisher jede Spur von den Räubern. Daher veröffentlichten die Beamten nun entsprechende Fotos der Männer, die sich als Gärtner verkleidet hatten. Einer von ihnen wird auf ungefähr 35 bis 40 Jahre geschätzt. Er ist knapp 180 bis 185 Zentimeter groß, hatte blonde Haare sowie einen Stoppelbart. Bekleidet war er mit einer schwarzen Jacke, grüner Arbeitshose, schwarzen Schuhen und schwarzer Strickmütze.

Wer kennt diesen Mann? Er soll zwischen 1,70 und 1,75 Meter groß sein. - © Polizei Minden-Lübbecke

Der zweite Täter wurde bei einer Größe von 175 Zentimetern auf rund 45 bis 55 Jahre geschätzt. Er hatte dunkle Haare und einen Stoppelbart. Er trug eine grüne Arbeitshose und schwarze Schuhe. Beide trugen eine medizinische Maske und unterhielten sich in Deutsch und Englisch mit russischem Akzent. Er führte einen schwarzen Rucksack sowie einen grünen Laubsack mit sich.

Nun haben die Ermittler einige Fragen und erhoffen sich Hinweise. Wer zur Tatzeit, aber auch in den Tagen zuvor im Bereich der Füllenkampstraße und im Nahbereich verdächtige Beobachtungen gemacht, sollte sich an die Beamten wenden. Ebenso ist auch der Abstellort des Fluchtautos in Wietersheim interessant. „Hier besteht die Vermutung, dass dort das Fahrzeug gewechselt wurde", erklärt die Polizei.

Die Ermittler fragen: Wer erkennt die beiden Personen oder wem sind diese an anderer Stelle aufgefallen? Wer kann Hinweise zu einem möglicherweise beteiligten dritten Täter oder einem weiteren eventuell benutzten Fahrzeug geben? Wer kann Angaben zum derzeitigen Aufenthaltsort der Männer machen? Hinweise nehmen die Einsatzkräfte der Kriminalpolizei unter der Rufnummer (0571) 8866-0 entgegen.




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