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Kreisausschuss spricht sich gegen Anhebung für Vereine aus / Abgabegesetz sieht Steigerung um 5 Euro vor

Gebühren für Hallennutzung werden nicht angehoben

LANDKREIS. Eine höhere Gebühr für Hallennutzung kann den Sportvereinen nicht zugemutet werden. Dieser Ansicht ist nicht nur der Landkreis, sondern auch die Vertreter der Fraktionen des Schulausschusses. Um kostendeckend zu arbeiten, müsste der Landkreis laut Niedersächsischem Kommunalabgabegesetz die Gebühr um fünf Euro pro Einheit anheben.

veröffentlicht am 29.05.2019 um 00:00 Uhr

Autor:

Jennifer Minke-Beil
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Eine solche finanzielle Anpassung würde den Vereinen jedoch erheblichen Schaden zufügen und eine große Belastung darstellen, erklärte Schaumburgs Schuldezernentin Katharina Augath. „Den Breitensport zu fördern, ist für den Landkreis eine wichtige Aufgabe, vor allem mit Blick auf die vielfältigen Herausforderungen im Vereinssport.“ Da es die Klubs aufgrund des demografischen Wandels und der langen Schulzeiten der Schüler heutzutage nicht leicht hätten, wolle der Landkreis von der Beitragserhöhung absehen. Das müsse jedoch von der Politik entschieden werde, erläuterte Augath während des Schulausschusses. Kommunen können laut Verwaltung niedrigere Gebühren erheben, soweit daran ein öffentliches Interesse bestehe. Da die Förderung des Breitensports ein öffentliches Interesse darstelle, könne auf die Anhebung der Beiträge verzichtet werden. Bei der Kalkulation der Gebührenhöhe waren Unterhaltungskosten, die Ausgaben der Bauunterhaltung, die Gebäudeabschreibungen sowie Personalkosten eingerechnet worden.

Die Politik stimmte den Ausführungen der Kreisverwaltungen in allen Punkten zu. „Wir begrüßen die Vorlage sehr, denn die Auswirkungen für die Vereine bei einer Gebührenerhöhung sind fatal“, erklärte Heiko Tadge von der CDU. Auch volkswirtschaftlich betrachtet sei die Entscheidung sinnvoll. „Wer den Breitensport fördert, spart auf lange Sicht Geld“, so der Politiker weiter. Vereine leisten seiner Meinung nach einen wichtigen Beitrag, der auch dem Landkreis zugutekäme. Gerade die Gesundheit und die Gemeinschaft betreffend würden Klubs eine wichtige Rolle spielen. Nicht nur für die aktiven Sportler stelle die Gemeinschaft einen wichtigen Beitrag dar. Auch als Zuschauer mache es regelmäßig Freude, die Veranstaltungen zu verfolgen. Die anderen Fraktionen teilten Tadges Ansicht und votierten einstimmig für die Beschlussvorlage, über die am 2. Juli im Kreistag abgestimmt wird.




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