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GPS an Bord führt Polizei zu Werkhalle mit dem Diebesgut / Haftstrafe für einen von mindestens zwei Tätern

Gericht: Gestohlener Radlader taucht in Celle auf

BAD NENNDORF. Ein Einbruch auf dem Gelände von Klärwerk und Bauhof in Bad Nenndorf aus dem Jahr 2017 ist nun weitgehend aufgeklärt. Ein Radlader, der damals unter anderem entwendet wurde, tauchte in Celle wieder auf. Jetzt wurde einer der Täter zu 21 Monaten Haft verurteilt.

veröffentlicht am 26.11.2018 um 17:13 Uhr

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Autor:

Stephan Lyrath
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BAD NENNDORF. Weitgehend aufgeklärt ist ein Einbruch auf dem Gelände des Bad Nenndorfer Bauhofes und der Kläranlage, bei dem unter anderem ein Radlader gestohlen worden ist. Das Schöffengericht in Stadthagen hat jetzt einen der Täter zu 21 Monaten Haft verurteilt. Richter Kai Oliver Stumpe erkannte auf Diebstahl im besonders schweren Fall.

Ein zweiter Angeklagter war nicht zum Prozess erschienen, worauf Stumpe das Verfahren abtrennte. Gegen diesen Mann, ebenfalls 34 Jahre alt, wird demnächst verhandelt. Beide kommen aus Celle. In seinem Urteil geht Stumpe davon aus, dass der zweite Mann den Tatort ausspioniert hat. Zur Begründung hieß es, dass dieser Biogasanlagen warte und beruflich in Bad Nenndorf zu tun gehabt habe. „Er hat gesehen, dass dort ein hochwertiger Radlader steht“, so der Richter.

An ihrer Beute hatten die Einbrecher allerdings nicht lange Freude. Der Radlader war mit GPS ausgerüstet, einem satellitengestützten System zur Bestimmung der Position. Der Empfänger führte die Polizei direkt zu einer Werkhalle in Celle, wo sich außer dem Radlader (samt Anhänger, Silage-Zange und Palettengabel) weitere Fahrzeuge und Geräte aus demselben Einbruch befanden, begangen im September 2017.

Die Beamten hatten das Gelände zunächst observiert und sich dann einen richterlichen Durchsuchungsbeschluss besorgt. Sie stießen auf einen Aufsitzrasenmäher, einen Pkw-Anhänger, eine Auffahrrampe, einen Industriestaubsauger und eine Dosierpumpe.

Mit einem gemieteten Lastwagen waren die Sachen aus der Kurstadt abtransportiert worden, um sie bis zum geplanten Verkauf unterzustellen. Rechnet man zur Beute den Schaden dazu, den die Einbrecher angerichtet haben, kommen nach Erkenntnissen des Gerichts rund 30 000 Euro zusammen. Auf dem Nenndorfer Gelände hatten sie zwei Hallentore aufgebrochen und für ihre Flucht einen Maschendrahtzaun zerschnitten.

Die Beute ist zurück, die Suche nach Tätern geht weiter. Polizei und Justiz gehen nämlich von mehr als zwei Dieben aus. Richter Kai Stumpe sieht diesen Eindruck dadurch verstärkt, dass am Tatort Fußspuren gefunden worden seien, die nicht zu den Arbeitsschuhen in der Celler Werkhalle gepasst hätten. „Außerdem wurde so viel Gerät gestohlen, dass zwei Männer das nicht wuppen konnten – zumal der Angeklagte ausgesagt hat, während der Tat im Lkw gewartet zu haben“, so Stumpe.

Der jetzt verurteilte Mann hatte den Teil der Werkhalle gemietet, in dem das Diebesgut gelagert war. Sein Job war es außerdem, die Beute zu Geld zu machen. Zur Tatzeit stand er einschlägig unter laufender Bewährung, die nach dem Stadthäger Urteil wohl widerrufen wird. Dann kämen neun Monate Haft hinzu.

Zu einem lupenreinen Geständnis konnte sich der 34-Jährige im Prozess nicht durchringen. Er räumte zwar die eigene Tatbeteiligung ein, war aber nicht bereit, die Namen weiterer Komplizen zu nennen.




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