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Kontaktpersonen alarmieren dauert zu lange

Gesundheitsamt überfordert: Bürger zu Mithilfe aufgerufen

Durch die stark steigende Zahl der Fälle sei es trotz erhöhten Personalaufwands nicht mehr möglich, alle Personen zeitnah zu informieren, teilt der Kreis Minden-Lübbecke mit. Die Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes arbeiteten täglich an der Belastungsgrenze, um die Fälle abzuarbeiten. Positiv getestete Personen müssen informiert, Kontaktpersonen ermittelt und ebenfalls benachrichtigt werden. „Wir setzen alles daran, diesen Personen auf dem schnellsten Weg mitzuteilen, dass sie in Quarantäne bzw. Isolation sind", sagt Dr. Indra Schubert aus dem Gesundheitsamt des Kreises. „Aber mittlerweile gelingt uns dies bei einem großen Teil der Fälle nicht mehr am gleichen Tag, manchmal dauert es sogar noch länger."

veröffentlicht am 02.11.2020 um 19:57 Uhr

Das Gesundheitsamt bittet alle Bürgerinnen und Bürger dringend um Unterstützung:

  • Wenn Sie über Ihr Smartphone die Nachricht erhalten, dass Sie positiv getestet sind, bleiben Sie zuhause und unterbinden Sie den persönlichen Kontakt zu allen Personen, die nicht in Ihrem Haushalt leben. Ab diesem Zeitpunkt sind Sie in sogenannter Isolation.
  • Sollte das Gesundheitsamt Sie nicht innerhalb von 24 Stunden nach Erhalt der Nachricht nicht erreicht haben, melden Sie sich bitte unter der E-Mail-Adresse infektionsschutz@minden-luebbecke.de und teilen dem Gesundheitsamt folgende Informationen: Vollständiger Name, Geburtsdatum, Telefonnummer, Anschrift

Sie unterstützen das Gesundheitsamt zusätzlich, wenn Sie den im Downloadbereich auf www.corona.minden-luebbecke.de zu findenden Ermittlungsbogen und die Kontaktpersonenliste ausfüllen und uns zusenden an: infektionsschutz@minden-luebbecke.de. Auch Ihre Haushaltsangehörigen müssen im Regelfall eine Quarantäne einhalten und sollten ab dem Erhalt des positiven Testergebnisses zu Hause bleiben. Bitte informieren Sie Ihre engen Kontaktpersonen über Ihre Infektion.

Um mögliche Ausbruchsgeschehen schnell zu stoppen, werden zuerst Infizierte angerufen, die in sogenannten vulnerablen Bereichen leben oder arbeiten. Dazu gehören Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, ambulante Pflege, Schulen und Kitas.

Wenn Sie erfahren, dass Sie vor Kurzem Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten, schränken Sie bitte ebenfalls eigene sozialen Kontakte ein.

Wichtig ist der Unterschied, ob Sie Kontaktperson der Kategorie 1 oder 2 sind. Kontaktpersonen der Kategorie 1 sind Personen, die engen Kontakt (mehr als 15 Minuten face-to-face) zu einer positiv getesteten Person hatten und keine Krankheitssymptome zeigen. Bleiben Sie bitte die nächsten 14 Tage zuhause und halten Sie sich nach Möglichkeit von anderen Personen fern!

Wenn Sie Krankheitssymptome haben, kontaktieren Sie bitte Ihren Hausarzt und informieren Sie ihn, dass Sie Kontakt zu einer positiv getesteten Person hatten. Wenn Sie schwere Symptome haben, gelten die üblichen Notrufnummer. Bitte erwähnen Sie auch in diesem Fall, dass Sie Kontaktperson sind.

Wer sich krank fühlt und Symptome aufweist, lässt sich in der Regel beim Hausarzt testen. Bis zum Vorliegen des Testergebnisses schränken Sie bitte Ihre sozialen Kontakte ein. Das Gesundheitsamt benachrichtigt im Nachgang auch schriftlich alle Betroffenen. Dies ist aber aktuell nicht zeitnah möglich.

Kontaktpersonen von Kontaktpersonen müssen vorerst keine weiteren Maßnahmen ergreifen. Für sie gelten wie für alle anderen auch die üblichen Hygienevorschriften – Abstand halten, Maske tragen, Lüften, Händewaschen etc.

Wenn sich Kontaktpersonen bereits selbst auf den Internet-Seiten des Kreises informieren, trägt das dazu bei, Telefonate mit dem Gesundheitsamt zu verkürzen. „Das hilft uns, möglichst viele Anrufe an einem Tag zu bewältigen", so Dr. Schubert.




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