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Nienstädt will kleine und mittlere Betriebe ansiedeln

Gewerbegebiet ein Erfolgskonzept

NIENSTÄDT. Die Gemeinde Nienstädt möchte im Gewerbegebiet an der B 65 weitere kleine und mittlere Handwerks- und Gewerbebetriebe ansiedeln. Mit einem neuen Gesamtkonzept will die Kommune attraktiver werden und die Schaffung von Arbeitsplätzen unterstützen. Nachdem Nienstädt, wie berichtet, 80 000 Quadratmeter Grundstücksfläche von der Fürstlichen Hofkammer erworben hat, hat der Rat jetzt die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Neuordnung des Bereichs östlich und südlich der Gemeindestraße Hohes Feld geschaffen.

veröffentlicht am 14.12.2018 um 17:10 Uhr

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Autor:

Kirsten Elschner
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Die Politiker waren sich einig und haben den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan (B-Plan) „Hohes Feld“ inklusive der Teilaufhebung der B-Pläne „An der Industriestraße“ und „Gewerbegebiet“ gefasst. Zusätzlich beschlossen die Politiker einstimmig die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange.

Außer der Ansiedlung neuer Unternehmen möchte die Kommune ortsansässigen Betrieben die Möglichkeit zur Erweiterung innerhalb des Gemeindegebiets geben, um sie längerfristig an die Gemeinde zu binden, schilderte Gemeindedirektorin Sandra Wiechmann. Große Konzerne möchte die Gemeinde an dieser Stelle explizit nicht ansiedeln.

Nicht zugelassen sind ausdrücklich Vergnügungsstätten wie Spielhallen. Auch Biogasanlagen nicht, um Immissionskonflikte zu vermeiden, schilderte Wiechmann.

Aufgrund von Leerständen südlich der Gemeindestraße Hohes Feld entlang der Gemeindestraße Schnatwinkel soll auch dieser Bereich in den neuen B-Plan einbezogen werden. Dabei wird direkt an der B 65 eine Ausweisung von Gewerbeflächen geplant, dann könnten Betriebe, die sich dort ansiedeln, von Sichtbeziehungen zur Bundesstraße profitieren.

Aufgrund des Gefälles auf dem Areal muss sich die Gemeinde nun Gedanken machen, wie das Oberflächenwasser abgeführt werden soll – also wo Gräben, Regenrückhaltebecken verlaufen und weitere bauliche Maßnahmen getroffen werden müssen, erläuterte die Gemeindedirektorin.

Christiane Reckmann, Sprecherin der SPD-Fraktion, erinnerte an die „lange Geschichte des Gewerbegebiets“. Zu Beginn habe sie sich gefragt: „Lohnt sich diese Investition auch?“ Denn Gewerbegebiete kosten schließlich Geld, was aktuell der geplante Ausbau des Schnatwinkels zeige. Jetzt weiß sie: „Es war eine gute Idee.“ Denn: „Es ist ein echtes Erfolgskonzept.“ Mit dem Gesamtkonzept, kleine und mittlere Betriebe zu fördern, sei die Gemeinde „gut beraten“. Zudem regte sie an: „Wir sollten in diesem Zuge auch an die Ausweisung neuer Bauflächen für junge Familien denken.“ Diesem Vorschlag stimmte CDU-Sprecher Karl Heinz Krämer zu. Die CDU-Fraktion unterstütze das Vorhaben jedenfalls vollkommen.




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