weather-image
15°

Ausstellung im Museum

Große James-Bond-Ausstellung ab Juni in Hameln zu sehen

HAMELN. Mit der Sammlung eines renommierten Bond-Experten lockt das Museum Hameln ab Juni in in die Sonderausstellung „James Bond. Die Macht der Verführung“. Fans können sich im Museum an 55 Jahren James-Bond-Filmgeschichte erfreuen. Das erwartet sie:

veröffentlicht am 15.02.2019 um 00:00 Uhr

Auch in Wattenscheid war die James-Bond-Ausstellung schon zu Gast: Zu sehen ist Filmjournalist und Sammler Siegfried Tesche in einem Nachbau des Ein-Mann-Hubschraubers „Little Nelli“ aus dem James-Bond-Film „Man lebt nur zweimal“. Foto: Bernd Thissen
Dorothee Balzereit

Autor

Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.


HAMELN. Sean Connery, Roger Moore oder Daniel Craig? Lieber den Gentlemen-Macho mit Witz oder den Held mit Schwächen? Wichtige Fragen, die es regelmäßig zu beantworten gilt, wenn es um die Kultfigur James Bond geht.

„In erster Linie werde es allerdings eine Ausstellung, in der es etwas zu sehen gibt“, sagt Museumsleiter Stefan Daberkow. Basis ist die Sammlung des promovierten Film- und Fernsehjournalisten Dr. Siegfried Tesche aus Garbsen. Sie umfasst Filmplakate, Fotos, Requisiten, Drehbücher, Storyboards, Kostüme, Souvenirs.

Und so viel sei verraten: In Hameln werden Goldbarren aus „Goldfinger“ und eine Uniform, die Sean Connery in „Sag niemals nie“ getragen hat, zu sehen sein. Den Anspruch, ein bisschen tiefer zu graben, hat Daberkow dennoch: „Fast jeder hat eine Meinung zu James Bond, und die Thematik ist weitaus vielschichtiger und facettenreicher als man vielleicht auf den ersten Blick denken mag. Das bietet Diskussionsstoff, und damit ist James Bond auch ein Thema für uns“, sagt Daberkow. Zu hinterfragen wäre aus Sicht des Museumsleiters zum Beispiel, wie sich die Figur als Projektionsfläche im Laufe der Zeit gewandelt hat. Interessant sei auch die Frage, was Männer und was Frauen an James Bond mögen. Mit dem Experten Tesche könne man vielleicht bisher weniger bekannten Aspekten nachgehen.

Für das Museum ist es nach Aussage des Museumsleiters seit der Wiederöffnung 2011 die erste Ausstellung, die keinen direkten Bezug zu Hameln hat, wenn man einmal vom Arbeitstitel „Die Macht der Verführung“ absehe, immerhin sei der Rattenfänger auch ein Verführer gewesen. Daberkow macht kein Geheimnis daraus, dass man mit der Thematik ein breiteres Publikum ansprechen möchte. Dafür mache Film in besonderer Weise ein Fenster auf.

Dass unkonventionelle Ansätze bei Museums-Ausstellungen gut ankommen, hat das Besucherplus in 2018 gezeigt, welches vor allem der Erfolgsausstellung „Ratten!“ zu verdanken sei. Rund 29 000 Menschen kamen ins Museum, das ist ein Zuwachs von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit ist 2018 das besucherstärkste Jahr seit der Wiedereröffnung 2011.

Information

Sean Connery: gilt vielen als der einzig wahre James Bond. Spielte in: James Bond jagt Dr. No (1962), Liebesgrüße aus Moskau (1963), Goldfinger (1964), Feuerball (1965)

Man lebt nur zweimal (1967), , Diamantenfieber (1971).

George Lazenby: hatte ein kurzes Intermezzo mit: Im Geheimdienst Ihrer Majestät (1969)

Roger Moore: prägte Generationen, ähnlicher Kultstatus wir Connery. Spielte in: Leben und sterben lassen (1973), Der Mann mit dem goldenen Colt (1974), Der Spion, der mich liebte (1977), Moonraker - Streng geheim (1979), In tödlicher Mission (1981),Octopussy (1983), Im Angesicht des Todes (1985)

Timothy Dalton: Der Hauch des Todes (1987), Lizenz zum Töten (1989)

Pierce Brosnan: GoldenEye (1995), Der Morgen stirbt nie (1997), 19. James Bond 007 Die Welt ist nicht genug (1999), Stirb an einem anderen Tag (2002)

Daniel Craig: Casino Royale (2006), Ein Quantum Trost (2008), Skyfall (2012),Spectre (2015), Craig wird im 25. Bond noch einmal dabei sein.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare