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Agaplesion Ev. Klinikum Schaumburg bildet ab 2019 Medizinstudenten der Wilhelms-Universität in Münster aus

Gute Nachricht: Schaumburger Klinikum wird zu Lehrkrankenhaus

VEHLEN. Monate des Wartens, des Bangens und Hoffens sind vorbei: Das Agaplesion-Klinikum Schaumburg wird ab 2019 ein akademisches Lehrkrankenhaus. Was sich wie eine reine Formalie anhört, hat möglicherweise Auswirkungen auf den gesamten Landkreis. Künftig können bis zu sechs Medizinstudenten der Wilhelms-Universität in Münster ihr letztes Ausbildungsjahr – das sogenannte „Praktische Jahr“ (PJ) – im Schaumburger Klinikum absolvieren. Und die Erfahrung zeigt: Nach einem erfolgreichen PJ sind viele Medizinstudenten eher geneigt, sich an der gleichen Klinik als Arzt anstellen zu lassen.

veröffentlicht am 13.11.2018 um 14:28 Uhr

Werben in Münster für Schaumburg: Chefarzt Dr. Bauermeister (v.l.), Chefarzt Dr. Finsterwalder, Chefarzt Dr. Held und der Ärztliche Leiter Zentrale Notaufnahme Holger Finkemeier. Foto: pr
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Autor

Jakob Gokl Stv. Chefredakteur zur Autorenseite

Bis zuletzt hatte das neue Schaumburger Klinikum Probleme junge Assistenz- und Fachärzte anzuwerben. Der Schritt hin zum Lehrkrankenhaus könnte nun den entscheidenden Unterschied machen. Laut Nina Bernard, Pressesprecherin des Agaplesion-Klinikums, können künftig bis zu sechs Studenten ihr praktisches Jahr in Obernkirchen ableisten können. Dabei steht das Krankenhaus auch Studierenden anderer Universitäten oder aus dem Ausland offen.

Ab 2019 werden die Studierenden ihr PJ am Klinikum Schaumburg ableisten; auch Studierende anderer Universitäten und auch aus dem Ausland steht das Klinikum ab diesem Zeitpunkt offen. Chefarzt und PJ-Beauftragter Dr. Stephan Held sagt dazu: „Wir haben der Wilhelms-Universität Münster offensichtlich ein überzeugendes Ausbildungskonzept vorgelegt. Uns ist es wichtig, unser Wissen an junge Studierende weitergeben zu können, damit wir auch in der Zukunft eine gute medizinische Versorgung vorhalten können.

Geschäftsführerin Diana Fortmann fügt hinzu: „In Zeiten des Ärztemangels ist die Ernennung unseres Klinikums zum Akademischen Lehrkrankenhaus ein gutes und wichtiges Signal für die Gesundheitsversorgung des gesamten Landkreises.“

Das Praktische Jahr gliedert sich in drei Ausbildungsabschnitte, sogenannte Tertiale, zu je vier Monaten. Sie müssen in den Bereichen Innere Medizin und Chirurgie abgeleistet werden. In der Wahl der dritten Fachrichtung ist der Student frei, das heißt, er kann sie nach seinen Neigungen oder Interessen auswählen.




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