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Dann stehen mehr Kräfte aus ganz Schaumburg zur Verfügung / Abschließende Gespräche mit Bürgermeistern

Höhenrettung gehört bald zum Landkreis

LANDKREIS. Schwindelfrei müssen sie definitiv sein – die Höhenretter der Feuerwehren in Schaumburg. Bis zu 150 Meter müssen sie bei Einsätzen in die Höhe hinauf. Bislang war die Höhenrettungsgruppe Schaumburg, die gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk zusammenarbeitet und seit 2014 existiert, den drei Feuerwehren der Städte Rinteln, Bückeburg und Rodenberg zugeordnet. Jetzt soll es jedoch eine Strukturänderung geben. Die Höhenrettung soll eine Einheit der Kreisfeuerwehr Schaumburg werden. Auch finanziell liegt die Höhenrettung dann beim Landkreis.

veröffentlicht am 14.03.2019 um 18:26 Uhr

Schwindelfrei müssen die Höhenretter auf jeden Fall sein. Um fit für den Einsatz zu sein, müssen sie Zeit für Fortbildungen einplanen. Foto: jemi

Autor:

Jennifer Minke-Beil
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Es müssten zwar noch abschließende Gespräche mit den zuständigen Bürgermeistern stattfinden, aber der Vorgang sei auf einem guten Weg und alle Beteiligten hätten zugestimmt, berichtet Kreisbrandmeister Klaus-Peter Grote.

Die Überlegungen waren Frank Schubert zufolge vor einigen Monaten angestellt worden. Als Grund für die Veränderung gibt der Leiter der Höhenrettungsgruppe an, dass bisher nur Wehr-Mitglieder aus Rinteln, Bückeburg und Rodenberg der Einheit angehören konnten. Da sich aber auch Feuerwehrleute aus anderen Gemeinden bereit erklärt hatten, mitwirken zu wollen, sei eine Erweiterung sinnvoll, meint auch Grote: „Die Höhenrettung muss schließlich täglich 24 Stunden im Jahr besetzt sein“, sagt Schubert. Um das gewährleisten zu können müsse es eine ausreichende Anzahl an Mitstreitern geben. Bisher stehen Schubert 23 Höhenretter zur Verfügung. Seitdem es sich um eine Kreiseinheit handelt, haben sich bereits zehn weitere Feuerwehrleute gemeldet, die dort mitwirken möchten. Noch einmal fünf weitere Anwärter stehen auf einer Warteliste.

Über das Interesse freut sich Schubert, denn es sei wegen des hohen Arbeitsaufkommens keine Selbstverständlichkeit. „Es ist neben der Feuerwehr noch mal ein eigenes zusätzliches Hobby“, meint Schubert. Um an einer Höhenrettung teilnehmen zu können, müssen die Feuerwehr-Mitglieder nicht nur ihre Höhentauglichkeit unter Beweis stellen, sondern auch noch eine 80-stündige Fortbildung absolvieren. Die Einsatzzahlen würden natürlich variieren, aber in Schaumburg seien es im Schnitt ein oder zwei im Jahr. Einsatzorte gibt es im Landkreis beispielsweise am Zentrallager von Edeka in Lauenau, Wesergold und Bauerngut, aber auch Windkraftanlagen gehören dazu. In den vergangenen vier Jahren seien etwa 17 000 Euro in die Höhenrettung geflossen. Hinzu kamen laut Schubert Spenden.




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