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Nach Polizei-Ortung: In Rodenberg gestohlener Wagen wieder aufgetaucht

Hupe geht Dieben auf den Zünder

RODENBERG. Der in der vergangenen Woche gestohlene BMW eines Rodenbergers ist von der Polizei aufgespürt worden – an der polnisch-ukrainischen Grenze. Zwei Umstände haben allem Anschein nach zu dem Fahndungserfolg beigetragen: eine Ortungsfunktion und eine weitere, reichlich nervige technische Ausstattung des Autos.

veröffentlicht am 23.01.2018 um 16:24 Uhr

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Autor:

Guido Scholl
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Nach Informationen dieser Zeitung war das Auto über eine App mit dem Mobiltelefon des Bestohlenen verbunden, die die Diebe möglicherweise unter erheblichen Druck gesetzt hat. Denn mit dieser Funktion konnte der Rodenberger sein Auto nach Belieben hupen lassen. Ob dies dazu geführt hat, dass die Täter das Fahrzeug vor dem Grenzübertritt auf einem Parkplatz stehen ließen, ist letztlich nicht zu belegen, allerdings nicht ganz unwahrscheinlich. Denn unter Umständen fühlten sich die Diebe verfolgt, da offenbar jemand noch Kontakt zu dem BMW hatte.

Die Polizei bestätigte auf Anfrage, dass das Auto per Ortung in Polen aufgespürt wurde. Dazu hatten die Beamten zuvor das Einverständnis des Besitzers eingeholt. Allzu viele Angaben konnten die Beamten in Nienburg, die den Fall übernommen haben, nicht dazu machen, weil die Ermittlungen noch andauern.

Die deutschen Ordnungshüter stehen derzeit in Verbindung mit den polnischen Behörden. Diese Kommunikation nehme einige Zeit in Anspruch. Das Auto befindet sich derzeit noch in Polen, es soll aber so bald wie möglich wieder nach Deutschland – und dann auch direkt nach Rodenberg – transportiert werden. Wann das geschieht, sei derzeit noch unklar.

Der BMW war in der vergangenen Woche nachts von einem Privatgrundstück entwendet worden, wo das abgeschlossene Fahrzeug unter einem Carport gestanden hatte. Es ist davon auszugehen, dass die Diebe die schlüssellose Türverriegelung mit technischen Hilfsmitteln öffnen konnten, den Motor dann per Knopfdruck starteten und davonfuhren.

Nach Medienberichten ist die Zahl derartiger Autodiebstähle zuletzt signifikant angestiegen. Auch Steffen Arndt von der Bad Nenndorfer Polizei hatte gegenüber dieser Zeitung berichtet, dass die technischen Hürden zum Öffnen solcher Verriegelungen nicht sonderlich hoch sind.

Einen Tipp, um das Entriegeln zu verhindern, gibt das Magazin Fokus in einem Bericht zum Thema: Funkschlüssel betreffender Autos sollten in Blechdosen gesteckt oder mit Alufolie umwickelt werden. Dies erschwert es den Dieben, das Signal zum Öffnen der Türen zu verstärken.

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