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Eichhörnchen in Wildtierstation

Husch, husch ins Freie

SACHSENHAGEN. Zwei possierliche Bewohner toben derzeit in der Wildtier- und Artenschutzstation: Mit der Frühlingswärme konnten die beiden jungen Europäischen Eichhörnchen in einen Freiluftbau umziehen.

veröffentlicht am 15.04.2018 um 18:30 Uhr

Im neuen komfortablen zuhause bleibt der possierliche Nager mit dem buschigen Schwanz nur noch ein paar Wochen. foto: Pr.

SACHSENHAGEN. Zwei Bewohner toben derzeit durch den neuen geräumigen Eichhörnchenkäfig in der Wildtier- und Artenschutzstation. Mit der Frühlingswärme konnten die beiden Europäischen Eichhörnchen in den Freiluftbau umziehen, der dank zahlreicher Spenden im vergangenen Winter errichtet werden konnte.

Baumeister war Handwerker Jürgen Gehling. Unterstützung bekam er von jungen Leuten, die ihren Bundesfreiwilligendienst oder ein Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Station ableisten.

Die jetzigen Volierenbewohner waren in der freien Natur im März als Winzlinge aus dem Nest, dem Kobel, gefallen, von Menschen gefunden und in der Station abgegeben worden. Dieses Verhalten sei richtig, sagt Stationsmitarbeiterin Miriam Obermüller. Man solle nicht versuchen, gefundene Tierchen selbst großzuziehen. Hundewelpenmilch gemischt mit Fencheltee bekamen die Eichhörnchenbabys in der Station alle zwei Stunden. Später gab es Siebenkornbrei, und als die Zähne da waren, standen Nüsse auf den Speiseplan.

Nachdem die jungen Eichhörnchen selbstständig zu fressen begonnen hatten, kamen sie in den Käfig. Wenn nach weiteren Wochen die Auswilderung ansteht, wird eine Klappe in dem Bau geöffnet, und die Tierchen können den Zeitpunkt ihres Auszugs selbst bestimmen. Darum ist die Voliere direkt am Baum- und Waldbestand der Station gebaut worden. Eine Mahlzeit liegt für Rückkehrer aber immer bereit. r

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