weather-image
24°

Fellbabys auf Station

Jungtiere auf Wildtierstation: Junge Feldhasen nicht stören

SACHSENHAGEN. Gerade erst war Frühlingsanfang. Schon seit einigen Wochen herrscht aber neues Leben in der Wildtier- und Artenschutzstation: Die Jungtierzeit hat begonnen. Die Mitarbeiter erhalten die ersten Anfragen von Tierfreunden, die „verlassene“ junge Feldhasen gefunden haben. Wie sollte man sich verhalten?

veröffentlicht am 25.03.2019 um 00:00 Uhr

Ein Feldhase bekommt Milch. Versehentlich aufgefundene, gesunde Feldhasenjunge dürfen auf keinen Fall gestört werden, mahnt die Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen. Foto: pr.

Autor:

Vera Skamira
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der SZ/LZ? Dann melden Sie sich hier mit Ihren SZ/LZ -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

SACHSENHAGEN. Gerade erst war Frühlingsanfang. Schon seit einigen Wochen herrscht aber neues Leben in der Wildtier- und Artenschutzstation: Die Jungtierzeit hat begonnen. Die Mitarbeiter erhalten bereits die ersten telefonischen Anfragen von besorgten Tierfreunden, die „verlassene“ junge Feldhasen gefunden haben.

In der Station wurden schon die ersten, sehr anfälligen und ruhebedürftigen Feldhasen aufgenommen. „Die besten Chancen für einen gesunden Start ins Leben haben die Kleinen allerdings in der Natur“, sagt Stationsmitarbeiterein Sonja Kleinschnittger. Sie werden in der freien Landschaft geboren, kommen mit offenen Augen und vollständig behaart zur Welt. Die Häsin kehrt ausschließlich zum Säugen ein- bis zweimal täglich zum Nachwuchs zurück. „Während dieser Zeit verhalten sich die Jungtiere vollkommen ruhig und bewegen sich in den ersten Tagen nicht vom Fleck“, erläutert Kleinschnittger. Erst später entwickelt sich der Fluchtreflex.

Versehentlich aufgefundene, gesunde Feldhasenjunge dürfen auf keinen Fall gestört werden. „Leider bekommen wir jedes Jahr viele Findlinge, die, oft aus Unwissenheit, mitgenommen wurden“, bedauert die Mitarbeiterin. „Offensichtlich verletzte Feldhasen werden natürlich bei uns in der Station aufgenommen.“

Kinderstube in der Wildtierstation: Wiegen muss sein, auch beim Eichhörnchen – 40 Gramm bringt es auf die Waage. Foto: pr.

Ein winziger Pflegling anderer Tierart wurde am vergangenen Wochenende in die Wildtierstation gebracht. „Das kleine Eichhörnchen wurde von einer Katze angeschleppt“, berichtet Kleinschnittger. Mit einem Gewicht von 40 Gramm schien das Tierchen etwa zehn Tage alt zu sein. Die Tierpflege päppelt es nun Tag und Nacht.

Erst wenn der Ankömmling selbst Nüsse knacken und auch seinen Wärmehaushalt ausgleichen kann, kommt er in die neue, im vergangenen Jahr eingerichtete Außenvoliere. Von dort geht eine Klappe in die Freiheit: Das Eichhörnchen kann hinaus- und hineinkommen. „Soft Releasing“ heißt diese Form der Auswilderung. Außerdem sind auf dem Stationsgelände mehrere Futterstationen aufgebaut.




Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kommentare